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Kultur als wichtiger Standortfaktor

Beim Filmtage-Event der Unternehmerinitiative Hochfranken unterstreicht Sprecher Jürgen Werner: Besonders junge Menschen erwarten ansprechende Angebote.



Mitarbeiter und Geschäftspartner der beteiligten Firmen warten nach dem Sektempfang auf die Verleihung des Hans-Vogt-Filmpreises und die Filme im Scala-Kino.	Foto: Frank Wunderatsch
Mitarbeiter und Geschäftspartner der beteiligten Firmen warten nach dem Sektempfang auf die Verleihung des Hans-Vogt-Filmpreises und die Filme im Scala-Kino. Foto: Frank Wunderatsch  

Hof - Wie die Kultur von der Wirtschaft und die Wirtschaft von der Kultur profitieren können, haben am Mittwochabend Kulturschaffende und Geschäftsleute bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen verdeutlicht. Die Unternehmerinitiative Hochfranken hatte bereits zum 14. Mal Mitarbeiter, Freunde und Geschäftspartner ins Scala-Kino eingeladen.

Jürgen Werner, Sprecher der Unternehmerinitiative, betonte, für die ansässigen Firmen sei es wichtig, von einer lebendigen Kulturlandschaft umgeben zu sein: "Beim Standortmarketing ist die Kultur ein Hauptfaktor. Kultur trägt dazu bei, die Attraktivität eines Standorts und die Lebensqualität zu steigern."

Laut Jürgen Werner erwarten insbesondere junge Menschen in der Nähe ihrer Wohn- und Arbeitsorte ansprechende kulturelle Angebote. Die Hofer Filmtage spielten eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, junge qualifizierte Mitarbeiter für die Region Hochfranken zu begeistern. Auch deshalb sei die Unternehmerinitiative gerne der Hauptsponsor der Filmtage, der bislang insgesamt etwa 520 000 Euro spendiert habe. "Im Jahr fördern wir die Filmtage mit mehr als 50 000 Euro", präzisiert Werner im Gespräch mit der Frankenpost .

In seiner Begrüßungsrede, die Werner anstelle des erkrankten Präsidenten der Rehau-Gruppe, Jobst Wagner, hielt, würdigte der Initiativensprecher zunächst die Verdienste von Heinz Badewitz. Im Namen aller 25 beteiligten Unternehmen sagte Werner: "Wir sind stolz darauf, eine anerkannte Institution wie die Hofer Filmtage zu unterstützen. Wir werden das auch in Zukunft tun." In seinem pointierten Vortrag erzählte der Initiativensprecher von seiner ersten Begegnung mit dem Kino. "Können Sie sich noch an Ihren ersten Kinobesuch erinnern?", fragte Werner ins Publikum. Er fuhr fort: "Ich war damals zehn Jahre alt. Das war 1972. Das Nachmittagsticket hat 3,50 DM gekostet. Außerdem hab' ich mir einen Schokoriegel für 50 Pfennig gekauft. Der Film hieß 'U 2000 - Tauchfahrt des Grauens', ein japanischer Science-Fiction-Film." Wenn er heute ins Kino geht, erinnere er sich jedes Mal an den Geschmack des Schokoriegels, und er kaufe sich auch stets einen. Denn die Marke des Riegels gibt es heute immer noch.

Moderatorin Ursula Wulfekamp vom Filmtage-Team machte deutlich, dass Kultur auf Geld angewiesen ist. Sie bedankte sich bei der Unternehmerinitiative für die langjährige Unterstützung. Vor dem Kino-Event machte Dr. Christian Heinrich Sandler, Vorstandsvorsitzende der Sandler AG, im Gespräch mit der Frankenpost deutlich, wie bedeutsam die Kooperation von Wirtschaft und Kultur ist. Sandler sagte: "Die Filmtage und die gesamte Kultur sind wichtig für ein gutes Image der Region. Und ein gutes Image der Region ist wichtig für die Wirtschaft. Ich bin stolz darauf, wenn ich sogar in den Feuilletons überregionaler Zeitungen Berichte über die Filmtage lese und von Geschäftsleuten darauf angesprochen werde." Sandler lobte das Auftreten des neuen Festival-Leiters Thorsten Schaumann.

Der sagte beim Sektempfang vor dem Kinosaal im Gespräch mit der Frankenpost : "Kultur und Wirtschaft profitieren voneinander. Bei den Filmtagen kommen Filmschaffende aus der ganzen Welt in die Region und beleben die Wirtschaft. Zum Beispiel machen die Hotels und die Gastronomie mehr Umsätze. Ich sehe keinen Sinn darin, wenn Wirtschaft und Kultur getrennt voneinander jeweils vor sich hin arbeiten."

Nach dem Sektempfang im Foyer sahen die Mitarbeiter und Freunde der 25 beteiligten Firmen zunächst den Kurzfilm "All I Meat". Es folgte der Eröffnungsfilm "Drei Zinnen". Vor den Filmen hatte Bürgermeister Michael Abraham den Hans-Vogt-Filmpreis der Stadt Rehau an Regisseur Dominik Graf verliehen.

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Georg Jahreis

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Veröffentlicht am:
26. 10. 2017
21:21 Uhr

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Georg Jahreis

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Veröffentlicht am:
26. 10. 2017
21:21 Uhr



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