Heute 24-Stunden-Blitzmarathon in Oberfranken

Der Enforcement Trailer : ein Anhänger mit Messtechnik, der beim Bitzmarathon zum Einsatz kommt. Foto: Polizei

Wie auch in den Vorjahren war im Jahr 2020 überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache für schwere und tödliche Verkehrsunfälle. Deshalb möchte die oberfränkische Polizei auch mit dem diesjährigen 24-Stunden-Blitzmarathon an diesem Mittwoch und am Donnerstag erneut zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen.

Oberfranken - Alle möglichen Messstellen sind für jedermann einsehbar hier veröffentlicht >>>

Ziel ist es laut einer Pressemitteilung der Polizei, die Verkehrsunfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit - insbesondere auf Landstraßen - zu reduzieren. In Bayern kommen jedes Jahr rund dreimal so viele Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben als durch Mord oder Totschlag. Statistisch gesehen ist jeder dritte Einwohner in seinem Leben an einem Verkehrsunfall mit Personenschaden beteiligt.

Maßnahmen wie der Blitzmarathon sollen Verkehrsteilnehmer für die Gefährlichkeit von Geschwindigkeitsverstößen sensibilisieren und einen Einstellungs- und Verhaltenswandel bewirken.

Im vergangenen Jahr sanken die Geschwindigkeitsunfälle im oberfränkischen Regierungsbezirk von 1735 im Jahr 2019 auf 1334 Verkehrsunfälle im Jahr 2020 und somit um rund 23 Prozent. Dieser Eindruck relativiert sich allerdings, wenn man ihn unter Corona-Aspekten betrachtet. Während der Pandemie ging der Verkehr auf den Straßen deutlich zurück.

Coronabedingt musste der Blitzermarathon im vergangenen Jahr ausgesetzt werden. Beim letztmaligen 24-Stunden-Blitzmarathon vom 3. bis zum 4. April 2019 stellte die oberfränkische Polizei 491 Geschwindigkeitssünder fest, trotz frühzeitig veröffentlichter Messstellen. Den traurigen Höchstwert maßen die Beamten auf der Bundesstraße B173 bei Köditz im Landkreis Hof mit 153 Stundenkilometern bei erlaubten 100 Stundenkilometern.

Dieses Jahr wird der 24-Stunden-Blitz-Marathon, unter Beachtung der herrschenden Inzidenzwerte sowie der geltenden Hygienevorschriften, zum achten Mal durchgeführt. Erstmals ist dabei der Enforcement Trailer im Einsatz: ein Anhänger mit Messtechnik, der im Bereich von Unfallschwerpunkten auch für mehrere Tage am Stück aufgestellt werden kann. Er ist mit „Geschwindigkeitsmessung“ und „Polizei“ kenntlich gemacht.

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