Oberkotzau - Erneut hat sich der Oberkotzauer Bauausschuss mit den Telekom-Plänen zum Bau eines 40 Meter hohen Mobilfunkmastes zwischen Fattigau und Oberkotzau befasst. Die Telekom will, wie berichtet, den Mast in Gitterbauweise an der Anhöhe westlich der Staatsstraße errichten; er soll die im Saaletal verlaufende Bahnlinie mit Mobilfunk versorgen. Die Marktgemeinde Oberkotzau ist gegen diesen exponierten Standort, der sich genau zwischen den Wohngebieten von Oberkotzau und Fattigau befindet, kann ihn aber nicht verhindern, da es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben handelt. Demzufolge stimmte der Ausschuss am Dienstagabend dem Bauantrag der Telekom zu. Allerdings will die Gemeinde dem Unternehmen noch einmal einen Alternativvorschlag unterbreiten – alle anderen Alternativen hat die Telekom bereits abgelehnt -, und zwar 20 Höhenmeter tiefer gelegen, im Talgrund auf der anderen Seite der Staatsstraße in einer Saaleschleife. Der Bauausschuss stimmte diesem Vorschlag mit neun gegen zwei Stimmen zu. Die beiden Gegenstimmen kamen von der UWO; Johannes Schnabel argumentierte, es sei zu erwarten, dass die Telekom den Mast an diesem Standort noch deutlich höher bauen würde. Das wäre denkbar, räumte Bürgermeister Stefan Breuer ein, allerdings wäre der Mast unten im Tal von viel Grün umgeben und viel unauffälliger.
40 Meter hoher Mobilfunkmast Oberkotzau macht weiteren Alternativvorschlag
Hannes Keltsch 02.02.2021 - 19:46 Uhr