400 falsche Bescheinigungen Mann gibt illegal Erste-Hilfe-Kurse

red

Ein 56-jähriger Mann aus Selb muss sich wegen Betrug und Urkundenfälschung in fast 400 Fällen verantworten. Er führte ohne Lizenz und Erlaubnis Erste-Hilfe-Schulungen durch. 

Selb - Seit einem viertel Jahr schon stand der Mann im Fokus der Polizei. Bereits Mitte April wurde er bei der Polizei Selb angezeigt: Ein ehemaliges Mitglied einer gemeinnützigen und selbstständigen Wasserrettungs- und Nothilfe-Organisation soll widerrechtliche Erste-Hilfe-Schulungen durchführen, hieß es.

Schon nach ersten Ermittlungen bestätigte sich der Tatverdacht gegen einen 56-Jährigen. Wie die Polizei mitteilt, hatte der Mann für die Schulungen weder die Befugnis der Organisation noch eine Ausbilderlizenz. Die Befugnis wurde ihm Anfang 2017 von der Organisation aberkannt, die Lizenz ist bereits Ende 2019 abgelaufen. 

Zu Teilnehmern seiner Kurse zählten vor allem Fahrschüler. Nach langen Ermittlungen und in intensiver Zusammenarbeit mit den betroffenen Fahrerlaubnisbehörden fand die Polizei fast 400 Betroffene, die von dem Mann eine ungültige Erste-Hilfe-Bescheinigung ausgestellt bekommen haben. Die 30 Euro, die jeder Kursteilnehmer zahlen musste, sind ebenso weg.

Diejenigen, die eine Bescheinigung für den Erhalt ihrer Fahrerlaubins benötigten, müssen jetzt wahrscheinlich noch einen richtigen Erste-Hilfe-Kurs nachholen. Denn die Schulung entsprach laut Polizei auch nicht den entsprechenden Bestimmungen. Die betroffenen Personen werden von den zuständigen Führerscheinstellen angeschrieben. Entsprechende Anzeigen gegen den Betrüger werden in Kürze der Staatsanwaltschaft Hof zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt.

 

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