600 Teilnehmer Endlich wieder Wandermarathon!

Rainer Glissnik

Mehr als 600 Wanderer machen sich am Samstag beim Frankenwaldmarathon auf einen herrlichen Rundkurs um Kronach. Manche Teilnehmer hatten eine lange Anreise.

Kronach - Der Frankenwald hat viel zu bieten, zumal wenn sich die Landschaft langsam aus nebliger Dunkelheit heraus schält und im Laufe des Tages die Herbstsonne zunehmend auf die Wanderer strahlt. Rund 600 Wanderbegeisterte machten sich früh an den Start und zogen durch herrliche Landschaften, wobei am Wegesrand viele Informations- und Unterhaltungsangebote zusätzlichen Reiz boten.

In aller Früh herrschte am Startpunkt Kronacher Schulzentrum eine betriebsame und erwartungsvolle Stimmung. Noch war es dunkel, noch war überall dicker Nebel in der Luft. „Wir finden den Frankenwald so schön und es ist ein herrliches Ereignis“, freuten sich Amanda Verbeck und Stefan Borst aus Fürth auf ihren zweiten Wandermarathon. Mittlerweile heizte DJ da RON die Stimmung auf.

„Wir wollen alle zunächst die Festung stürmen“, wies Organisationsleiter Markus Franz auf das erste Ziel hin. Dass schon so früh so viele Menschen in die Lucas-Cranach-Stadt gekommen waren, begeisterte die Kronacher Bürgermeisterin Angela Hofmann und ihren Geroldsgrüner Amtskollegen Stefan Münch. Viele hatten eine weite Anreise, einige kamen gar aus Belgien, viele auch aus Nachbarlandkreisen. Zunächst galt es, Kronach mit seiner historischen Altstadt und seiner Festung Rosenberg zu erwandern. Hofmann: „Kronach ist eine Stadt, die viel Natur, Kultur, Innovation und Tradition verbindet.“ Ohne die Wandervereine und den Frankenwaldverein gäbe es das Wanderwegenetz nicht, zollte Organisationsleiter Markus Franz Lob.

„Endlich wieder einen Wandermarathon“, rief der Hauptwanderwart des Frankenwaldvereins, Rainer Vogler in die Menge, die dies mit lauten Begeisterungsrufen beantwortete. „Lange mussten wir darauf warten.“ Der Frankenwald bietet den Frankenwald-Steig, 31 Steigla und jede Menge weitere Tageswanderungen. Allein der Frankenwaldverein ermöglicht das Wandern auf 4200 Kilometern Wanderwegen.

Mit geistlichem Segen von Pfarrer Thomas Teuchgräber gingen die Wanderfreunde schließlich an den Start. „Es ist notwendig, dass man Auszeiten macht“, betonte der Geistliche. Beim Wandern könne man das Leben neu sortieren. „Wenn man läuft, gibt man der Seele Zeit, mitzukommen.“ Es sei eine christliche Überzeugung, dass Gott jeden Schritt mitgeht.

Unterwegs würden die Wanderer sicher das eine oder andere Kreuz sehen oder auf Kapellen und Kirchen treffen, kündigte er an: „Es gibt kein Kreuz auf der Welt, dem nicht die Auferstehung folgt.“ Menschen müssten auch Kreuzwege erleiden, aber es folge Auferstehung. „So brecht auf, geht vertraut, wartet jeden Tag neu, euch zu verändern“, sagte Pfarrer Teuchgräber.

Das Team von Markus Franz mit dem Frankenwald-Touristinformationscenter hatte eine großartige Veranstaltung auf die Beine gestellt, bei der viele Vereine, Feuerwehren und andere ehrenamtlich mithalfen, um den Wanderern eine solch schöne Strecke bieten zu können.

Nach und nach kamen die Teilnehmer zufrieden und froh beim Zielpunkt „Fröschbrunna“ an und ließen einen wundervollen Tag ausklingen, gut empfangen von Gastwirt Herbert Hanna und dem aufmerksamen Organisationsteam des Frankenwald-Tourismus Informationscenters. Unterwegs auf der Strecke hatten viele Vereine und Feuerwehren für Sicherheit, und Infos oder Unterhaltung gesorgt.

 

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