66 Jahre Baufirma Roth Mit Flexibilität durch schwierige Phasen

Geschäftsführerin Veronika S Foto: /Christian Schilling

Die Firma Karl Roth Baumeister aus Wunsiedel feiert gebührend ihr 66-jähriges Bestehen. Die Zahl der Ehrengäste und Gratulanten bei dem Festakt ist groß.

Im vergangenen Jahr ist der 65. Geburtstag der Firma Karl Roth Baumeister der Pandemie zum Opfer gefallen. Kein Grund zum Verzagen, dachten sich die Verantwortlichen und feierten heuer gebührend das 66-jährige Bestehen. Entsprechend groß war die Anzahl an Gratulanten aus Politik und Wirtschaft, die das Durchhaltevermögen der Wunsiedel Firma in einer Branche mit Höhen und Tiefen würdigten.

Geschäftsführerin Veronika Sirch begrüßte Mitarbeiter und Gäste auch im Namen ihres Mannes Florian und ihrer Eltern Edeltraud und Werner Weiß. 1956 habe sich ihr Opa entschieden, die Firma zu gründen. „66 Jahre später sind wir mit 180 Mitarbeitern zu einer großen Baufamilie herangewachsen“, betonte Sirch. Durch die Pandemie und den Ukraine-Krieg sehe sich die Firma mit den größten Herausforderungen seit dem zweiten Weltkrieg konfrontiert. Die Auswirkungen machten vor keinem Wirtschaftszweig halt.

Thema Nachhaltigkeit

Materialknappheit, lange Lieferzeiten und ständige Preiserhöhungen hätten das Leben seit dem Ausbruch der Pandemie nicht leicht gemacht. „Die vergangenen zwei Jahre waren wirklich nicht einfach für uns alle“, sagte die Geschäftsführerin. Dennoch habe die Firma trotz Krisen große und kleine Baustellen abgewickelt. Nachhaltigkeit sei dabei ein wichtiges Thema. Und die Firma Roth sei im Energiepark den Wunsiedler Weg durch verschiedenste Baumaßnahmen mitgegangen. Allein 7000 Lkw-Fahrten und somit Kohlendioxid würden jährlich durch den Bau von Europas modernstem Sägewerk eingespart. Das Schwachholzsägewerk sei binnen elf Monaten trotz Corona errichtet worden, der Bau in der eigenen Planungsabteilung entworfen worden. Die Hoch- und Tiefbauteams seien schwer damit beschäftigt gewesen, die Wasserstofferzeugungsanlage WUN H 2 aus dem Boden zu stampfen, die demnächst an den Start gehen werde.

Auf die Fahnen schreiben könnten sich die Mitarbeiter unter anderem – alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen – auch den Bau des Altenwohnheims Domizilium in Wunsiedel sowie die Sanierungen der Alten Schmiede in Thiersheim, des Goldenen Löwen in Kirchenlamitz und der Gaststätte Einhorn in Marktredwitz. Als aktuell größte Baustellen zählte die Geschäftsführerin die schlüsselfertige Erstellung des Bürogebäudes der Firma Birke, den Neubau einer Produktionshalle der Firma Pema, den teilschlüsselfertigen Neubau des Arbeitsamtes und Jobcenters in Marktredwitz sowie die Errichtung mehrerer Einfamilienhäuser und Anbauten in der Region auf. Daneben dürfe die Firma Roth immer wieder kleinere und größere Projekte für verschiedene Firmen im Umkreis durchführen. Und auch im Tiefbau gehe es beim Bau von Straßen und der Umsetzung von Dorferneuerungen hoch her.

Massiv- oder Holzbau

„Für uns ist jede Baustelle wichtig“, betonte Veronika Sirch – egal ob die kleine Gartenzaunmontage, die Hofeinfahrtausbesserung oder das große Neubauprojekt. Die Flexibilität hinsichtlich der Größe und Anforderung der Baustellen sei für die Verantwortlichen extrem wichtig und habe die Firma auch über schwierige Phasen am Bau hinweggeholfen. Selbst für den Ingenieur- und Brückenbau verfüge man über Spezialisten. Auch die Bauart, ob Massiv- oder Holzbau, könnten die Teams abdecken. „Danke an Euch – ihr seid ein Spitzenteam, auf das man sich immer verlassen kann“, rief Sirch den Mitarbeitern abschließend zu.

Bundestagsabgeordneter Dr. Hans-Peter Friedrich, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, Landrat Peter Berek und Wunsiedels Bürgermeister Nicolas Lahovnik würdigten in ihren Grußworten die unternehmerische Leistung der Firma Roth als Vorzeigeunternehmen. Das erfolgreiche Bauunternehmen zeige nicht nur als Ausbildungsbetrieb hohe Kompetenz, Menschlichkeit und Führungsstärke und sei in Zeiten der Energiewende ein verlässlicher Partner bei der künftigen Gestaltung der Region.

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