Die eine unvergessliche Geschichte? Die eine gibt es nicht, aber vielleicht drei exemplarische. Beinahe täglich kreuzen wir Lebenswege von Menschen. So vor gut 20 Jahren, als ich den gebürtigen Gefreeser Erich Schreier traf. Der damals 77-Jährige galt als führender Kommunist Bayerns. Seit früher Kindheit lebte er für seine Weltanschauung, arbeitete später als illegaler Journalist vom Westen aus für DDR-Zeitungen, tauschte sich mit DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker aus, den er als echten Proletarier bezeichnete. Eine Begegnung, die zeigte, dass die eine Weichenstellung ein Leben in eine völlig andere Bahn bringen kann. Schreier war zunächst bayerischer Polizist, entschied sich aber für den Kommunismus und landete wegen staatsgefährdender Aktionen 33 Monate im Gefängnis.