A 9/Lipperts Fahrgast droht in Reisebus mit Küchenmesser

Küchenmesser - Symbolfoto. Foto: red

Einen Notruf setzte am Samstag gegen 15.10 Uhr der Fahrer eines polnischen Reisebusses am Parkplatz Lipperts ab. Was war geschehen?

In dem Bus befanden sich neben dem Fahrer und dem Verantwortlichen einer polnischen Zeitarbeitsfirma 22 Gastarbeiter aus Polen. Sie waren nach einem Monat Arbeit in Deutschland auf der Heimreise, wie es im Polizeibericht heißt. Einer der Arbeiter, ein 37-jähriger Mann aus Walbrzycha in Polen, war während der Fahrt eingeschlafen. Seinen Arbeitslohn in Höhe von 700 Euro, den der Mann in bar erhalten hatte, bewahrte er lose in seiner Jackentasche auf. Nach seinem Nickerchen bemerkte der Mann, dass die 700 Euro nicht mehr da waren. Er war sich sicher, dass ihm das Geld gestohlen wurde. Darüber und vermutlich auch weil er erheblich alkoholisiert war, geriet er derart in Rage, dass er im Bus herumschrie und mit einem Küchenmesser in der Hand wild herumfuchtelte. Nachdem der Mann dabei auch den Busfahrer bedrohte und sich nicht beruhigte, setzte dieser einen Notruf ab.

Beim Eintreffen der Polizei hatte sich die Situation glücklicherweise wieder etwas entspannt und der Randalierer den Bus bereits verlassen. Sein Küchenmesser hatte er auf der Toilette des Parkplatzes verstecken wollen. Aufgrund seines Vorverhaltens wurde ihm jedoch seitens des Busfahrers die weitere Mitfahrt verwehrt.

Die Polizei war mit mehreren Kräften am Einsatzort. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Den aggressiven Businsassen verbrachten die Beamten zunächst mit zur Dienststelle, da dessen Identität mangels Ausweis nicht zweifelsfrei feststand. Aktuell werden Ermittlungen sowohl wegen des Diebstahls des Geldes geführt, aber auch wegen Bedrohung und eines Verstoßes nach dem Waffengesetz. Nach Abschluss der notwendigen Erstmaßnahmen durfte der Pole die Heimreise mit dem Zug fortsetzen.

 

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