Hof - Persönlich nehmen, nein, das wäre nicht gut, sagt Klaus Weich – und muss ein wenig über die Frage schmunzeln. Der Leiter der Polizeiinspektion Hof hat in seinen letzten Tagen – er geht im Herbst in den Ruhestand – noch eine Herausforderung zu bewältigen. Seit in Hof die Abschiebehaftanstalt in Betrieb ist, müssen Weich und seine Kollegen viel Flexibilität zeigen. Abschiebung funktioniert manchmal ganz einfach – und manchmal dauert sie mehrere Wochen und braucht drei Anläufe. Jüngst kam ein Mann zurück, weil in Istanbul der Flughafen verschneit war. Landen unmöglich. „Also mussten wir ihn wieder am Flughafen in Deutschland abholen.“ Drei Wochen saß der Mann in Hof. Zuvor war bereits die erste Abschiebung gescheitert. Versuch Nummer drei klappte. Erneut mussten die zwei Polizisten aus Hof vor Ort zwischenübernachten, weil so ein Vorgang mit Vor- und Nachbereitung nicht an einem Arbeitstag zu bewältigen sei. Für Weich und seine Kollegen sind das Vorgänge. Nüchtern ausgeführt. Ohne Wertung. Ohne Eitelkeit.
Abschiebehaft in Hof Inside Abschiebehaft
Sören Göpel-Schulze 27.02.2022 - 15:50 Uhr