Abschied in Arzberg Ein Vorbild für das geistliche Leben

Viele Foto: /Christl Schemm

Zum Abschied gibt die Pfarrgemeinde Arzberg Pater Anish Antony Kollaratte viele gute Wünsche mit auf den Weg. Er tritt bald eine neue Stelle in der Nähe von Regensburg an.

Arzberg - Abschiednehmen ist in der Regel mit Wehmut verbunden. Wenn sich aber derjenige, der geht, zu neuen Ufern, einem neuen Lebensabschnitt und neuen Herausforderungen aufmacht, dann mischen sich in den Abschiedsschmerz auch positive Gedanken, Ermunterung und Hoffnung.

Beim Gottesdienst und dem anschließenden Empfang für Pfarrvikar Pater Anish Antony Kollaratte in Arzberg war viel davon zu spüren. Zahlreiche Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde, Weggefährten und einige Ehrengäste gaben dem indischen Ordensmann der Karmeliter, der drei Jahre lang in Arzberg, Schirnding und Thiersheim in der Seelsorge tätig war, nicht nur Geschenke, sondern vor allem viele gute Wünsche mit auf den Weg. Von September an wird der Pater in einem Kloster in Regensburg wohnen und in Bernhardswald eine neue Stelle antreten.

Lücke nicht zu füllen

Pfarrer Stefan Prunhuber dankte Pater Anish für seinen Dienst in der Pfarrgemeinschaft Arzberg-Thiersheim-Schirnding. „Wir konnten von dir lernen“, sagte der Pfarrer. Anish sei Vorbild hinsichtlich Geduld und geistlichem Leben. Die Lücke, die der Pfarrvikar hinterlassen werde, sei nicht zu füllen. Wie Anish stehe auch die Pfarrei an einer Wegkreuzung. Aber hier helfe das Bibelwort: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir.“ Pfarrer Prunhuber sagte auch, dass er den jungen Kollegen um dessen Gottvertrauen beneide. „Davon hast du mehr als ich“, meinte der Geistliche. Und: „Wenn du einmal nicht mehr weiter weißt oder Rat brauchst: Ruf’ an oder setz’ dich ins Auto und komm!“ Als Geschenk gab es eine festliche Stola.

Ein Tragerl Weißbier

Die Gemeinde lasse den Geistlichen nur schweren Herzens ziehen, betonte die Sprecherin des Pfarrgemeinderats, Julia Petersilka. Denn die Menschen hätten Pater Anishs offene und freundliche Art genießen dürfen. Dafür dankte die Sprecherin ihm mit einer weißen Albe, also einer Tunika, die unter dem Priestergewand getragen wird. Das segensreiche Wirken des Seelsorgers lobte auch Bürgermeister Stefan Göcking. Und da Kirche und Politik im Wirtshaus „gemacht“ würden, übergab der Rathauschef dem Pater neben dem „Neuen Arzberger Bilderbuch“ augenzwinkernd auch ein Tragerl Weißbier. Pfarrer Carsten Friedel von der evangelischen Kirchengemeinde würdigte die unkomplizierte ökumenische Zusammenarbeit und wünschte dem Pater weiterhin viel Kraft durch den Glauben und liebe Menschen an der Seite. Friedel übergab ein hölzernes Kreuz und ein Buch zur ökumenischen Segensfeier.

Der scheidende Pfarrvikar bedankte sich für die Aufnahme in der Gemeinde mit einem „großen Vergelt’s Gott“. Auch in Schirnding und Thiersheim fanden Feiern und Gottesdienste zum Abschied statt.

 

Bilder