Die Köhlers waren fleißig und „hatten Disziplin“, wie Hotelchefin Eva Graf sagt. Und sie waren geschäftlich erfolgreich. Denn sie bauten ihren Betrieb aus und eröffneten zusätzlich eine Garküche. Heute würde man von Streetfood sprechen. Vor allem Handwerker, von denen es viele im Areal der heutigen Opernstraße, damals „Vor dem oberen Tor“, gab. Ob nun Wagner, Büttner oder Hufschmiede, sie alle wollten warme Mahlzeiten. Die Köhlers lieferten sie. Aus der Metzgerei wurde ein Gasthaus. Aus dem Gasthaus entstand über Generationen ein Luxus-Hotel. Mitte des 18. Jahrhunderts veränderte sich das Stadtbild Bayreuths, Markgräfin Wilhelmine initiierte den Bau des berühmten Markgräflichen Opernhauses in unmittelbarer Nachbarschaft des Goldenen Ankers. Um hier nun ein einheitliches Bild zu schaffen, mussten die Bewohner der nun als solche bezeichneten Opernstraße die Fassaden ihrer Häuser anpassen. So auch Familie Köhler, deren Anwesen seitdem den gleichen Sandstein aufweist wie die umliegenden Gebäude.