Man weiß eigentlich gar nicht wo man bei diesem Ärgernis anfangen soll. Beziehungsweise, worüber man sich mehr aufregen soll. Aber der Reihe nach: Ein Teil der Beschäftigten des Bayerischen Digitalministeriums unter Minister Fabian Mehring (Freie Wähler) soll nun – endlich, endlich, nach Monaten – alternative und aus Deutschland sowie Europa stammende Softwarelösungen für den arbeitstäglichen Gebrauch testen. Vermindern will man damit die Abhängigkeit von den US-amerikanischen Marktführern, allen voran Microsoft – um im Falle eines Falles den Amis nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein. Das könnte schließlich von Gerichtsverhandlungen in den USA bis zu Totalsperrung der Software reichen, den Behörden also schlichtweg die Arbeitsgrundlage entziehen. So weit, so nachvollziehbar der Ansatz – wenn man einmal großzügig davon absieht, dass auch diese bürokratische Maßnahme bis zur Entscheidungsreife mal wieder Monate gebraucht hat.