Afghanistan Stadt Hof möchte Ortskräfte aufnehmen

red

Die Stadt Hof zeigt sich bereit, den in Deutschland ankommenden Ortskräften aus Afghanistan zu helfen. In einer Mitteilung signalisiert sie am Donnerstagabend ihre Aufnahmebereitschaft.

Protest in Afghanistan Foto: dpa/Nikolas Georgiou

Hof - Die Stadt Hof erklärt sich bereit dazu, in Deutschland ankommende afghanische Ortskräfte aufzunehmen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Man wolle sich solidarisch zeigen, heißt es in dem Schreiben weiter. Noch am Donnerstagmorgen hatte die Hofer SPD die Stadt zu diesem Schritt aufgefordert. Ob die Stadt letztlich Flüchtende zugeteilt bekomme, sei jedoch auch auf Nachfrage bei der Regierung von Oberfranken unklar – wenn, dann rechne man mit zwei bis drei Familien.

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Zunächst gelte es zu klären, ob die afghanischen Ortskräfte und ihre Familien einen Aufenthaltstitel besitzen. In vielen Fällen geschehe das erst nach der Ankunft in Deutschland. Somit würden die Flüchtenden über die Bundesregierung und den Freistaat Bayern schließlich im Bezirk Oberfranken verteilt.

Erst im März 2021 hat die Stadt Hof eine vierköpfige Familie aus Griechenland, sprich ein Ehepaar mit zwei Kindern im Alter von drei und zwei Jahren syrischer und arabischer Staatsangehörigkeit, aufgenommen. Dabei habe stand jedoch vorher festgestanden, dass es sich bei den erwachsenen Personen nicht um Asylbewerber handeln würde, sondern um Personen, die in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis erhalten werden und somit in einer Wohnung untergebracht werden konnten. „Die Stadt Hof hat seit jeher Verantwortung bei der Integration von Geflüchteten übernommen“, heißt es in der städtischen Mitteilung. „Schon in der Flüchtlingskrise hat die Stadt gezeigt, wie unbürokratisch und schnell Einrichtungen und ein nachhaltiges Umfeld für die Familien geschaffen werden können.“

Zuletzt zogen insbesondere in den Jahren 2016 bis 2018 viele anerkannte Schutzberechtigte aus anderen Teilen Bayerns in die Saalestadt. Zeitweise gehörte sie bundesweit zu den Städten mit dem höchsten Flüchtlingsanteil an der Gesamtbevölkerung, bayernweit ist das noch immer der Fall. Der enorme Zuzug habe alle beteiligten Institutionen an die Belastungsgrenze gebracht. „Auch werden die lntegrationsbemühungen hinsichtlich der Geflüchteten noch über längere Zeit andauern. Erst gegen Ende des Jahres 2017 stabilisierten sich die Zuzugszahlen, sodass sich die Zahl der in der Stadt Hof lebenden Geflüchteten und deren Familienangehörigen seither bei zirka 2200 Personen eingependelt hat.“