Algen im Swimmingpool Was hilft gegen grünes Wasser im Pool?

So klar ist ein Swimmingpool nicht immer: Wenn das Wasser grün ist, sollte man es dringend reinigen. Foto: imago images/MiS

Nicht immer ist das Wasser im eigenen Swimmingpool klar: Gerade bei den warmen Temperaturen im Sommer kann es sich verfärben und grün werden. Wir erklären, was dahinter steckt und was Sie dagegen tun können.

Im Sommer gibt es für viele Menschen nichts Schöneres, als sich bei den heißen Temperaturen im eigenen Swimmingpool abzukühlen. Das warme Wetter ist aber nicht nur eine gute Voraussetzung für den Badespaß – es kann auch eine unangenehme Begleiterscheinung fördern: Das Poolwasser wird grün und wirkt nur wenig einladend. Am Boden des Schwimmbeckens und an den Wänden kann außerdem ein glitschiger Belag entstehen. Wir verraten, was dahinter steckt und wie Sie das Wasser in Ihrem Pool wieder klar bekommen.

Warum wird das Wasser im Pool grün?

Für die Verfärbung des Wasser sind Algen verantwortlich. Scheint die Sonne besonders intensiv und ist das Wasser warm, vermehren diese sich im Swimmingpool. Die Algensporen gelangen über die Luft in das Schwimmbad und werden normalerweise durch das Chlor abgetötet. Allerdings können sie sich trotzdem im Wasser ausbreiten, wenn man beispielsweise den Pool nicht regelmäßig reinigt oder pH- und Phosphatwerte nicht kontrolliert werden. Dann wird das Wasser trüb und grünlich.

Wie stark der Algenbefall ist, lässt sich an der Intensität der Grünfärbung erkennen: Ist das Wasser hellgrün, kann man noch Maßnahmen ergreifen, um es wieder zu säubern. Wenn jedoch eine dunkelgrüne Verfärbung vorliegt ist es dafür meist schon zu spät. Da sich sehr viele Algen im Wasser ausgebreitet haben, hilft oft nur noch, das Wasser vollständig abzulassen.

Wie bekommt man den Pool wieder klar?

Bei leichtem Algenbefall kann man in ein paar Schritten das Wasser allerdings wieder säubern. Zunächst sollten Sie den Beckenboden und die Wände mit einer Bürste oder einem Poolsauger reinigen. Die Rückstände der Algen und der übrige Schmutz kann dann mit einem Kescher aus dem Wasser gefischt werden. Anschließend überprüft man den pH-Wert des Wassers. Denn Algen bilden sich vor allem, wenn dieser zu hoch ist. Der Wert lässt sich mit einem Teststreifen- oder stäbchen ermitteln und sollte zwischen 7,0 und 7,4 liegen. Ist das nicht der Fall, muss er eingestellt werden. Dazu kann man pH-Senker oder -Heber in Form von Tabletten verwenden. Lassen Sie diese einige Stunden einwirken und kontrollieren Sie dann den Wert erneut.

Ist der pH-Wert eingestellt, wird als nächstes eine Stoßchlorung durchgeführt. So wird das Wasser desinfiziert und die Algen sterben ab. Die Präparate dazu findet man im Fachhandel. Halten Sie sich dabei genau an die vorgeschriebene Dosierung des Mittels, denn zu viel Chlor kann gesundheitsschädlich sein. Im Anschluss an die Stoßchlorung sollte man die Pumpe des Pools für mindestens 24 Stunden laufen lassen, damit das Wasser umgewälzt wird. Statt Chlor kann man auch Wasserstoffperoxid für die Reinigung verwenden. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten: Denn die Chemikalie wirkt stark bleichend und sollte nicht ungelöst in Kontakt mit Schleimhäuten, Haut oder Augen kommen.

Das sollte man nach der Stoßchlorung tun

Um die Algensporen endgültig loszuwerden, lässt sich anschließend ein sogenanntes Algizid verwenden. Dabei handelt es sich um ein Algenschutzmittel. Algizid bekämpft die kleinen Organismen vor allem präventiv und stellt sicher, dass sie komplett aus dem Wasser verschwunden sind. Die Reinigung durch die Stoßchlorung kann aber auch schon ausreichend sein.

Abschließend kommt die Filteranlage des Pools zum Einsatz: Mit dieser werden die abgestorbenen Algenreste aus dem Wasser entfernt. Bis das Schwimmbad vollständig gereinigt ist, kann es bis zu zwei Tage dauern. Anschließend sollten Sie außerdem die Filteranlage reinigen, da sich sonst dort neue Algen bilden können. Dazu kann man eine Rückspülung der Anlage durchführen, das dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Das Schmutzwasser lässt sich über das Abwasser entsorgen. Auch der Skimmer muss gereinigt werden, damit es nicht noch einmal zu einem Algenbefall kommt.

Beobachten Sie die Wasserqualität

Ist der Swimmingpool vollständig gereinigt, müssen Sie die Wasserqualität noch einmal überprüfen. Der pH-Wert sollte jetzt zwischen 7,0 und 7,4 liegen, die Alkalität zwischen 80 und 150 Parts per million. Der Chlorgehalt im Wasser liegt optimalerweise bei 3 Parts per million.

Bleibt das Wasser trotz allen Maßnahmen grün, hilft nur noch eines: Der Pools muss komplett entleert und neues Wasser eingefüllt werden. Auch bei Schwimmbädern ohne Filter sollte das Wasser vollständig ausgetauscht werden, da sich die Algen nicht ganz entfernen lassen. Entdecken Sie die Grünfärbung kurz vor Ende des Sommers, können Sie auch über den Winter den Pool mit Chemikalien reinigen und im Frühjahr das Wasser zum Gießen verwenden. Bis dahin haben sich die chemischen Mittel wieder abgebaut.

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So beugt man einem Algenbefall vor

Die Wasserqualität sollte allgemein regelmäßig kontrolliert werden, um zu verhindern, dass sich Algen bilden. Dabei sind besonders der pH-Wert und der Chlorgehalt wichtig. Außerdem kann es hilfreich sein, die Pumpe des Pools täglich acht bis zwölf Stunden laufen zu lassen. Zusätzlich sollte man regelmäßig Algizid verwenden, um den Algen vorzubeugen.

Kommt der Pool gerade nicht zum Einsatz, können Sie in auch mit einer lichtundurchlässigen Plane abdecken. So gelangt kein Schmutz in das Wasser und den Algen fehlt das Sonnenlicht, um sich zu vermehren. Um zu verhindern, dass sich das Wasser über Herbst und Winter grün verfärbt, kann man außerdem ein sogenanntes Überwinterungskonzentrat hinzugeben. Dieses enthält Algizid. Dadurch muss der Pool im Frühjahr nicht zuerst gereinigt werden, bevor darin schwimmen kann.

 

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