Alzheimer in Deutschland Zahl der Fälle innerhalb von 20 Jahren verdoppelt

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Die Zahl der Alzheimer-Patienten in Deutschland hat in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. (Symbolfoto) Foto: picture alliance / dpa/Patrick Pleul

In Deutschland gibt es immer mehr Alzheimer-Patienten. Laut dem Statistischen Bundesamt hat sich die Zahl der stationären Behandlungen binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Die Zahl der stationären Behandlungen aufgrund von Alzheimer-Erkrankungen hat sich in Deutschland innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt. Das teilte das Statistische Bundesamt zum Welt-Alzheimertag am 21. September mit. 2020 mussten bundesweit 19 356 Menschen mit dieser Diagnose ins Krankenhaus. Im Jahr 2000 hatte es 8116 Behandlungen gegeben.

Im Jahr 2020 erlagen in Deutschland insgesamt 9.450 Frauen und Männer dieser Form der Demenz, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das seien so viele wie noch nie. Die Zahl der Todesfälle war mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2000 mit 4535 Todesfällen.

Alzheimer-Risiko steigt mit zunehmendem Alter

„Das Risiko einer Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter“, so die Statistiker: Rund 95 Prozent der im Jahr 2020 betroffenen Patientinnen und Patienten waren 65 Jahre und älter. Dabei wurde die Altersgruppe der Hochbetagten ab 80 Jahren besonders häufig wegen Alzheimer im Krankenhaus behandelt: Mehr als die Hälfte aller Betroffenen gehörten dieser Altersgruppe an.

„Der Anstieg der Krankenhausbehandlungen und Todesfälle mit der Diagnose Alzheimer ist zumindest teilweise auf eine immer älter werdende Bevölkerung zurückzuführen“, erklärte das Statistische Bundesamt. Die Zahl der Menschen über 65 Jahre hat in Deutschland von 2000 bis 2020 um etwa 33 Prozent zugenommen. Die Altersgruppe ab 80 Jahre ist sogar um mehr als 90 Prozent gewachsen.

Alzheimer
Alzheimer ist mit etwa zwei Dritteln der Fallzahlen die häufigste Form von Demenz. Benannt ist sie nach dem bayerischen Nervenarzt Alois Alzheimer (1864-1915). Die Erkrankung beeinträchtigt sehr stark Gedächtnis, Verhalten und Intelligenz. Typische Symptome sind schwere Gedächtnisstörungen, Verfolgungswahn, Schlaflosigkeit und Unruhe. Im Gehirn der Erkrankten bilden sich Eiweißablagerungen (Amyloid-Plaques), die Nerven sterben nach und nach ab, wodurch die Verbindungen zwischen den Zellen verloren gehen.

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