Am 13. April 1951 setzte sich ein langer Trauerzug zum Alten Friedhof in Bewegung. Drei Tage zuvor war Michel Weiß im Alter von 83 Jahren gestorben. Die Nachrufe in den Kulmbacher Zeitungen fielen überschwänglich aus: „Mit ihm verliert Kulmbach einen Künstler, der es verstanden hat, seinen Mitbürgern die Schönheiten der Heimat vor Augen zu führen“, hieß es damals in der Frankenpost. Oberbürgermeister Georg Hagen würdigte ihn am Grab als „großen Sohn und Ehrenbürger der Stadt, dem die seltene Gnade zuteilwurde, Stadt, Land und Menschen in vollendeter Schönheit naturgetreu nachzubilden“.