Am 3. Juni Diskussion über die Zukunft Oberfrankens

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sprechen am Mittwoch über die Zukunft der Region. Interessierte Spontanentschlossene sind herzlich eingeladen.

Da braut sich was zusammen: Die massiven Störungen im Welthandel belasten auch die exportstarke oberfränkische Wirtschaft. Foto: picture alliance/dpa

Oberfrankens Wirtschaft steckt in der Krise. Seit 2019 gingen nach Angaben der in Bayreuth ansässigen Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken 15.252 Industriearbeitsplätze verloren. Die jüngsten Konjunkturumfragen der beiden IHKs in Bayreuth und Coburg zeigen, dass der Druck auf die Betriebe angesichts schwieriger Standortbedingungen und globaler Unsicherheiten groß ist. Auch der Glaube an den Reformwillen der Politik hat bei Unternehmern stark gelitten.

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Geopolitik und Handelskonflikte

Wie geht es mit der oberfränkischen Wirtschaft weiter? Darüber diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien am kommenden Mittwoch (Einlass: 17 Uhr) bei einer Veranstaltung aus der Reihe „Perspektive Oberfranken“ in Hof. Veranstalter sind die Mediengruppe Hof-Coburg-Suhl-Bayreuth (HCSB), zu der auch Frankenpost, Neue Presse und Nordbayerischer Kurier gehören, und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW). Schauplatz ist die Hofer Bürgergesellschaft. Unternehmer, Kommunalvertreter und auch interessierte Spontanentschlossene sind herzlich eingeladen und können auch mitdiskutieren.

Jürgen Matthes, Leiter des Clusters Globale und regionale Märkte beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW), präsentiert am 3. Juni eine Studie über moderne Industrie- und Handelspolitik. Foto: IW

Thematisiert werden die wachsenden geopolitischen Spannungen und Handelskonflikte, die ebenfalls die exportstarke hiesige Wirtschaft belasten. Aber auch Strategien für eine Neuausrichtung der Industrie- beziehungsweise Wirtschaftspolitik in Bayern und Oberfranken stehen im Zentrum des Forums.

Jürgen Matthes, Leiter des Clusters Globale und regionale Märkte beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW), hält einen Impulsvortrag zur IW-Studie „Handels- und Industriepolitik für eine neue Zeit“.

Danach gibt es eine Diskussionsrunde, bei der neben Matthes auch Oliver Hüttelmeyer, Geschäftsführer der Raithel + Co GmbH (Bad Weißenstadt), Katrin Weinkauf, Geschäftsführerin der Eleo GmbH (Großheirath im Landkreis Coburg) und der CSU-Landtagsabgeordnete Kristan von Waldenfels teilnehmen. Moderatoren sind Stephan Sohr, Chefredakteur der Mediengruppe Hof-Coburg-Suhl-Bayreuth, und Matthias Will aus der Wirtschaftsredaktion.

Hinterher besteht bei einem Imbiss und Getränken die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen und zum Netzwerken.