Am Bahnhof Selb Zwei Bushaltestellen mehr

Dieser Plan zeigt die Situation aus Richtung Süden. In der Mitte ist die Zufahrt in das Gelände zwischen dem Bosch-Dienst und der Firma Heinrich Zeidler II zu erkennen. Foto: /Stadt Selb

Der Selber Stadtrat stärkt den ÖPNV an der geplanten Mobilitätsstation am Bahnhof. Die geänderte Planung nimmt dabei die Anforderungen der Busunternehmen auf.

Selb - Noch einmal nachjustiert hat der Selber Stadtrat die Planungen für das Bahnhofsareal. Anstatt der bislang vorgesehenen zwei wird es vier Bushaltestellen geben. Zudem soll ein Wendehammer gebaut werden, damit die Busse auch wieder problemlos aus dem Areal ausfahren können. Der Stadtrat beschloss, dieses Konzept der weiteren Planung zugrunde zu legen.

Wie bereits mehrfach berichtet, wird das Bahnhofsareal als Projekt der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen komplett umgestaltet und aufgewertet. Im April 2020 hatte der Ferienausschuss das Büro „Scherben bringen Glück“ mit der Freiraumplanung des Bahnhofsumfeldes beauftragt, im Juli 2021 billigte der Stadtrat die Entwurfsplanung als Grundlage der weiteren Bearbeitung. Vorgesehen sind darin fünf Module: der Birkenhain (in Richtung Lokschuppen), der Bahnhofsvorplatz, der Quartiersplatz, das Aktive Band als Verbindung in Richtung Rosenthal-Park) und die Mobilitätsstation.

VGF und RBO

Wie Bauamtsleiter Helmut Resch dem Stadtrat erläuterte, wurden diese einzelnen Module mit den betroffenen Organisationen und Firmen besprochen – die Mobilitätsstation naturgemäß mit der Verkehrsgemeinschaft Fichtelgebirge (VGF) und dem Regionalbusunternehmen Ostbayern (RBO).

Dabei habe sich herausgestellt, dass die bisher geplanten zwei Bushaltestellen aus Sicht der Busunternehmen nicht ausreichen. Vor allem auch deswegen, weil der Busverkehr in Zukunft an Bedeutung gewinnen dürfte. Ausreichend wären demnach vier Bushaltestellen sowie zusätzliche Warte- und Ruhestellplätze auf dem Bahnhofsgelände. Diese Anforderungen habe man nun in einer Machbarkeitsstudie untersucht.

„Scherben bringen Glück“

Das Büro „Scherben bringen Glück“ hat laut Resch verschiedene Varianten erarbeitet. Besonders eine davon integriere die Anforderungen der Busunternehmen und bleibe gleichzeitig nahe beim bisherigen Entwurf. So sollen die benötigten Haltestellen entlang des Quartiersplatzes angeordnet werden. Dazu kommt ein Wendehammer im westlichen Teil des Areals, damit die Busse auch umdrehen und wieder aus dem Gelände ausfahren können. Insgesamt würden beim Bau dieser Variante 26 Parkplätze in Bahnhofsnähe, vier Bushaltestellen sowie zwei Wartebuchten für den Busverkehr entstehen.

Walter Wejmelka, Sprecher der SPD-Fraktion, hakte nach, ob man auch an kommerzielle Betreiber, etwa die Buslinie Flixbus, gedacht habe. Denn eine Förderung gebe es nach seinem Wissen nur für öffentliche Buslinien. Seine konkrete Frage: Darf Flixbus als kommerzieller Anbieter die Haltestellen ebenfalls nutzen? Resch antwortete, dass alle Haltestellen insgesamt zur Förderung angemeldet worden seien, wobei eine von Flixbus angefahren werden könnte. Allerdings habe man diesbezüglich noch keinen Bescheid erhalten.

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