Am Q-Bogen in Hof Überfall auf einen Schlafenden

Auf dieser Parkbank wurde das Opfer mit schweren Kopfverletzungen gefunden. Foto: Harald Werder

Bei der nächtlichen Gewalttat am 2. Juli in Hof handelte es sich offenbar um einen heimtückischen Angriff auf einen Obdachlosen. Das Opfer musste fast zwei Monate im Krankenhaus verbringen.

Hof - Bei der nächtlichen Gewalttat am 2. Juli in Hof in dem kleinen Park zwischen Q-Bogen und Blücherstraße handelte es sich offenbar um einen heimtückischen Überfall. Das Polizeipräsidium Oberfranken hat am Donnerstag auf Anfrage weitere Einzelheiten zu dem Fall mitgeteilt: Nach bisherigen Erkenntnissen schlief das 53-jährige Opfer auf einer Parkbank, als ein Unbekannter den Mann angriff. Der 53-Jährige erlitt durch „stumpfe Gewalt“ schwere Kopfverletzungen. Diese waren zunächst als „durchaus als lebensbedrohlich anzusehen“; die Kriminalpolizei ermittelt weiter wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Wie berichtet, hatte ein Passant am Dienstag, 2. Juli, gegen 6.30 Uhr am Eingang zu dem kleinen Park den Schwerverletzten gefunden, der auf der Bank lag und am Kopf blutete. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht, das er erst Ende August wieder verlassen konnte. Nach Frankenpost-Erkenntnissen handelte es sich um einen Obdachlosen, der regelmäßig auf der Parkbank genächtigt hatte. Da er im Schlaf angegriffen wurde, konnte er keine Täterbeschreibung geben. Auch das Motiv des Angreifers ist völlig unklar.

Anfang August hat die Kriminalpolizei Hof umfassende Befragungen von Anwohnern rund um den Q-Bogen durchgeführt. Hierbei setzten die Kriminalbeamten auch auch Flyer, die in die Postkästen eingeworfen wurde. Hinweise auf den Täter ergaben sich durch die Befragung nicht. Hannes Keltsch

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