Jetzt zahlt es sich aus, dass sich die Verantwortlichen in Wunsiedel schon vor Jahren Gedanken gemacht haben, wie die Energie- und Wärmeversorgung ihrer Stadt klimaneutral gesichert werden kann. In Zeiten der Atomkraft und billig vorhandener fossiler Brennstoffe galten sie erst als spinnert. Später als vielleicht doch ziemlich innovativ. Und heute ist die Festspiel- und Energiestadt in der Pole-Position, wenn es darum geht, ein Nahwärmenetz aus klimaneutralen Wärmequellen aufzubauen. Weit länger als ein Jahrzehnt bevor die aktuelle Bundesregierung das Gebäudeenergiegesetz (GEG) auf den Weg gebracht hat, gab es in Wunsiedel nicht nur erste Pläne, sondern mit dem 2008/2009 in Betrieb gegangenen Nahwärmenetz in Schönbrunn und Breitenbrunn ein Beispiel, wie die Technik funktionieren kann.