Jean-Paul-Gymnasium 19-Jähriger belästigt Mädchen in Hofer Schule

Timo Schmidt , aktualisiert am 25.01.2022 - 19:11 Uhr

Auf dem Schulgelände des Jean-Paul-Gymnasiums fragt  ein junger Mann  minderjährige Schülerinnen nach Sex. Es war nicht das erste Mal.

Hof - Die Polizei hat am Montagmorgen einen 19-jährigen Mann in Gewahrsam genommen, der am Jean-Paul-Gymnasium  Schülerinnen gefragt hatte, ob sie mit ihm schlafen wollen.  Wie Polizeisprecher Heiko Mettke bestätigte, war der Mann bereits in der vergangenen Woche unbefugt auf dem Schulgelände unterwegs.  Auch damals soll er  mit ähnlichen Fragen an Schülerinnen aufgefallen sein. In einer  Pressemitteilung teilte das Jean-Paul-Gymnasium mit:  „Die betroffenen Schülerinnen wurden in der Schule umfassend begleitet und betreut.“

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Am Montagmorgen tauchte der 19-Jährige zunächst an der Mädchenumkleide der Schul-Turnhalle auf. Dort fragte er eine 14-Jährige, ob sie mit ihm Sex haben wolle.   Die Schülerin verneinte dies und rannte zurück in die Umkleide. Der Mann ging daraufhin in das Schulgebäude und traf in einer der oberen Etagen   auf eine 12-Jährige. Ihr stellte er dieselbe Frage. Die Schülerin ging jedoch zurück in ihren Klassenraum und informierte eine Lehrkraft, die  wiederum Schulleitung und Polizei alarmierte.

Der Schuldirektor traf kurz nach den Vorfällen im Treppenhaus des Gebäudes auf   den 19-Jährigen  und hielt ihn fest. Kurz darauf nahmen die Polizeibeamten den jungen Mann in Gewahrsam.

Polizeilich bekannt  ist der 19-Jährige laut Polizeisprecher Mettke noch nicht. Der junge Mann sei auch kein ehemaliger Schüler,  sagte Schulleiter Stefan Klein auf Nachfrage.

Der Beamte mahnt, den Vorfall nicht zu sehr zu dramatisieren. „Der junge Mann befindet sich wahrscheinlich noch in der Entwicklung.“ Außerdem sei trotz der anstößigen Fragen des Mannes noch kein Grad erreicht worden, wo es sich um ein Sexualdelikt handeln würde. „Bisher handelt es sich nur um ein Antragsdelikt. Das heißt, dass die Betroffenen zuerst bei uns Anzeige erstatten müssen.“

In der vergangenen Woche habe die Polizei jedoch noch nichts von der Person gewusst, die auf dem Schulgelände die jungen Mädchen ansprach. Auch die Schulleitung hätte nicht mitbekommen, dass sich der Mann auf ihrem Gelände aufhalte.

Dem Beschuldigten wurde nun ein Hausverbot erteilt. „Ihm ist unmissverständlich gesagt worden, dass er dort nicht noch einmal aufzutauchen braucht“, sagt Mettke.

Außerdem werde  die Polizei  in nächster Zeit ein verstärktes Augenmerk auf die Schulen haben, versichert der Polizeisprecher. „Allerdings gehen wir davon aus, dass die Gefährderansprache an den jungen Mann Wirkung zeigt.“