Stunden nach dem Angriff in Brandenburg kam es zu einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln, wo wegen verfassungsfeindlicher Sabotage ermittelt wird. Redmann sprach von Parallelen zwischen den Vorfällen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen: etwa der zeitliche Zusammenhang und dass auch Höchstspannungsleitungen betroffen waren. Zudem gebe es Fotos mit einem ähnlichen Lichtbogen in NRW, wie ihn auch ein Mitarbeiter von 50Hertz in Brandenburg beobachtet habe. "Das drängt sich auf, dass es da Ähnlichkeiten gab."
Im Großraum Berlin gab es zuletzt mehrere Brandanschläge
In den vergangenen Monaten gab es mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit der Stromversorgung. Im Januar zündeten mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an. Rund 45.000 Haushalte und mehr als 2.200 Geschäfte und Firmen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime waren tagelang ohne Strom. Zu dem Brandanschlag bekannten sich die linksextremistischen sogenannten "Vulkangruppen", die als Ziel den Kampf gegen Kapitalismus angaben.
Im März 2024 hatte eine Gruppe Feuer an einen großen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin nötig war. Die Produktion wurde durch die Sabotage tagelang gestoppt.
In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben des Energieunternehmens Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet. Ende 2028 sollen alle Kraftwerksblöcke endgültig stillgelegt werden.