Berlin - "Allem Wahren ist irgendetwas Falsches beigemischt", schreibt der antike Redner und Philosoph Cicero. Diesen Satz stellt der emeritierte Althistoriker Alexander Demandt fast an den Anfang seines eigenen – wie er es nennt – "opus finale". Der 89-jährige Wissenschaftler, der bis 2005 an der Freien Universität Berlin lehrte, führt mit seinem Buch "Geschönte Geschichte. Fälschung und Fabelei seit der Antike" das zusammen, was ihn Zeit seiner wissenschaftlichen Laufbahn umtreibt: die Formen der Geschichtsklitterung.