Antrag im Rehauer Stadtrat Ja zu CO

Auf den Kauf von Luftfilteranlagen für die Schulklassen verzichtet die Stadt Rehau. Foto: dpa/David Young

Torsten Gärtners Antrag zu den Toilettenanlagen in der Gutenbergschule ist erneut Thema im Gremium. Die Verwaltung bringt viele Argumente gegen einen Ausbau.

Rehau - Im zweiten Stock der Gutenbergschule wird es künftig keine weitere Toilettenanlage geben. Das hat der Rehauer Stadtrat am Mittwoch beschlossen. Anlass für die Abstimmung war, wie berichtet, ein Antrag des fraktionslosen Stadtrates Torsten Gärtner gewesen. Nach der Behandlung durch die Stadtverwaltung war der Antrag erneut auf der Tagesordnung gelandet. Aktuell gibt es im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss Toiletten. Räume im zweiten Stock, die vor der Generalsanierung die WCs beherbergten, wurden entfernt, ein Teil der Fläche ist nun Behindertentoilette. Torsten Gärtner hatte hier Bedarf insbesondere für die Grundschüler gesehen. Die beiden Toilettenanlagen im Erdgeschoss und im ersten Stock reichten nicht aus. Außerdem könne eine weitere Toilette unter Corona-Gesichtspunkten eine Entzerrung bringen.

Das sah man im Rathaus anders. Nach einer Begehung habe sich gezeigt, dass die Toilettenanlagen im gesamten Schulzentrum gemessen an der Schülerzahl äußerst großzügig dimensioniert seien. Ein Argument Gärtners waren auch die Rauchschutztüren an den Treppenhäusern gewesen. Die seien schwierig zu öffnen, besonders für die jüngsten Schüler. Das erschwere den Gang zur Toilette im anderen Stockwerk. Hier einigte sich der Bausenat darauf, diese Türen nun offen zu halten – gekoppelt mit den Rauchmeldern. Schlagen die Alarm, verschließen sich die Türen automatisch. Zuletzt liefen die Aspekte hinsichtlich des Infektionsschutzes bei einer weiteren Toilettenanlage ins Leere: Durch die Behindertentoilette sei der Platz im zweiten Stockwerk derart eingeschränkt, dass die Toilettenanlage sehr klein werden müsste.

Gärtner brachte in der Sitzung auch einen Deckungsvorschlag, dessen Fehlen zuvor moniert wurde. So könnte man das eingesparte Geld durch den ausbleibenden Betrieb des Hallenbades nutzen, um die Toiletten auszubauen, was laut Verwaltung um die 54 600 Euro kosten würde. Bürgermeister Michael Abraham kommentierte die Diskussion später mit: „Es ist keine Frage des Geldes, sondern der Notwendigkeit.“ Und die sei hier nicht gegeben. Dem stimmte auch die Mehrheit der Stadträte zu. Mit 13 Stimmen folgte man dem Vorschlag der Verwaltung, die Toiletten nicht auszubauen.

Weiterhin hatte Torsten Gärtner die Anschaffung von Kohlendioxid-Ampeln beantragt, was die Stadtverwaltung mittlerweile getan hat. Den Kauf von Luftfilteranlagen hingegen lehnte der Stadtrat ab. Hier sah die Verwaltung die Kosten von mehr als 200 000 Euro den Nutzen deutlich übersteigen, was auch die Mehrheit des Stadtrates so bewertete. Von der Installation von Spuckschutzwänden nahm der Stadtrat schließlich ebenfalls Abstand. Das Kultusministerium hat sie mittlerweile verboten. Sie störten die Luftzirkulation.

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