Arzberg - Ein Ausflug sollte es werden, mit dem Auto die Porzellanstraße entlang, vielleicht ein wenig stöbern in den Werksverkäufen der übrig gebliebenen Fabriken. Sieben Jahre ist es her, seit Jutta Bender und Peter Hirsch sich auf den Weg machen und rein zufällig zuerst in Arzberg landen. Noch nie zuvor dagewesen, streckt die Neugier ihre Fühler aus, als das aus Sinsheim stammende Paar im Regen an der Jugendstil-Villa vorbeifährt. Der Torbogen mit der Aufschrift "Porzellanfabrik" zieht die beiden magisch an. Heute wissen Bender und Hirsch mehr als manch früherer Arbeiter der Carl Schumann AG über die Fabrik, ihre Menschen, ihre Produkte. In einem Buch - gestern druckfrisch im Arzberger Rathaus vorgestellt - lassen die Autoren Fotografien eindrucksvoll die Geschichte dieser Industrie-Brache erzählen.