Arzberg – Eine Woche nach dem Großbrand im Wohnhaus am Arzberger Sägewerk Fraas steht die Ursache für das Feuer noch nicht fest. Wie uns am Dienstag der Pressesprecher der Polizeidirektion Hof, Willi Wehner, auf Anfrage mitteilte, kann das Gebäude beim Sägewerk an der Wiesenmühle noch nicht betreten werden. Bei dem Feuer, das in der Nacht zum Dreikönigstag ausgebrochen war, war der einzige Mieter, ein 33 Jahre alter Mitarbeiter des Sägewerks, schwer verletzt worden (wir berichteten). Der Mann war aus rund acht Metern Höhe vom Dachfenster aus in die Tiefe gesprungen, um dem Flammenmeer zu entkommen. Laut Wehner ist der Verletzte noch nicht aus dem Koma erwacht und konnte daher auch noch nicht vernommen werden. Erst wenn der Arzberger vernehmungsfähig sei und Auskunft über das Geschehen in der Brandnacht gegeben habe, werden die Staatsanwaltschaft aller Voraussicht nach über das weitere Vorgehen entscheiden, zum Beispiel darüber, ob das Gebäude abgetragen werden soll, um die Brandursache ermitteln zu können. Gutachter des Landeskriminalamts, die für die Tage unmittelbar nach dem Feuer angekündigt waren, waren Wehner zufolge noch nicht vor Ort, da auch sie nicht in das Gebäude hineinkönnen. Entscheidend sei, was der Mieter aussagt, wenn er aus dem Koma erwacht ist. Christl Schemm

Weitere Fotos finden Sie in unserer Frankenpost-Online-Bildergalerie: