Arzberg Trauer um Willi Conrad

Christl Schemm
Willi Conrad Foto:  

Der beliebte Arzberger Musiker stirbt im Alter von 92 Jahren. Über viele Jahrzehnte stand der Akkordeonist mit verschiedenen Besetzungen auf der Bühne. Außerdem leitete er die Musikschule.

Nicht nur in Arzberg, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus hat Willi Conrad seine Spuren hinterlassen. Im Fernsehen und auf der Luisenburg war er zu sehen, im Rundfunk zu hören. Am Montag nun ist er im Alter von 92 Jahren verstorben. Viele Arzbergerinnen und Arzberger kennen den beliebten und stets zurückhaltenden Musiker von Hunderten von Veranstaltungen. Tanzbegeisterte Fans von guter Unterhaltungsmusik, mittlerweile Seniorinnen und Senioren, ließen sich von seinem Rhythmus inspirieren, als er in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Band „Schwarzer Kater“ immer wieder bei Bällen oder sonstigen Tanzveranstaltungen aufspielte.

Ganzen Generationen von Schülerinnen und Schülern brachte der Arzberger das Akkordeonspielen bei. Von 1978 bis 1993 war er zudem Chef der städtischen Sing- und Musikschule in Arzberg und so quasi „Vater“ zahlreicher Konzerte. Seine Hauptaufgabe sah er darin, Freude an der Musik und das nötige Können zu vermitteln sowie die Musikschülerinnen und -schüler bei der Stange zu halten.

Teil der Luisenburg-Festspiele

Gleichzeitig war der Vollblutmusiker jahrzehntelang zunächst mit den von ihm gegründeten Arzberger Musikanten und später mit seiner Volksmusikgruppe Conrad unterwegs, für deren Repertoire er die Stücke selbst komponiert und arrangiert hat. Als Höhepunkte nannte Conrad einmal bei einem Gespräch mit unserer Zeitung die Auftritte im Fernsehen, bei der großen Verbrauchermesse Consumenta in Nürnberg und die Aufnahmen mit dem Bayerischen Rundfunk. Noch heute ist Conrad mit seinen Gruppen immer wieder in Sendungen des BR zu hören. Dreimal hintereinander gewann die Volksmusikgruppe Conrad den begehrten „Arzberger Bergkristall“. Als Akkordeonist war Conrad auch bei zwei Spielzeiten der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel dabei. Selbst mit einem Akkordeon-Weltmeister und den Hofer Symphonikern stand er gemeinsam auf der Bühne.

Für sein großes Engagement zeichnete die Stadt Arzberg Willi Conrad mit der Ehren- und Dankmedaille aus. Die Trauerfeier für ihn findet am kommenden Freitag um 13 Uhr in der katholischen Pfarrkirche in Arzberg statt. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof.

 

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