Auf dem Weg nach Hause Frau landet an der Tschechischen Grenze

Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild/dpa

Vergangene Nacht gegen 1 Uhr erreichte ein hilfesuchender Anruf einer 28-jährigen Frau die Polizei. Die junge Frau machte sich Sorgen um ihre 64-jährige Mutter.

Selb/Längenau – Diese wollte nach einem Treffen in einer Gaststätte gegen 21.30 Uhr mit ihrem Auto nach Hause, nach Thierstein, fahren. Dort sei sie aber bislang noch nicht angekommen. Ihre Mutter habe sie dann von unterwegs aus angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie sich wohl im Wald verfahren hätte. Ihr Auto, ein Audi A4, sei defekt und der Handy-Akku fast leer. Mittels einer Ortung stellten die Beamten als Aufenthaltsort einen Fußgängerübergang an der Grenze zu Tschechien fest. Vor Ort fanden die Polizisten jedoch weder die 64-Jährige, noch ihr Fahrzeug.

Eine zweite Ortung brachte auch keinen Erfolg. Wie die Polizei berichtet, entschieden sich die Beamten der Polizei Marktredwitz daher das Gelände nochmals zu Fuß ab zu suchen. Hierbei bekamen sie Unterstützung von Kollegen der Bundespolizei. Auch tschechische Polizeikräfte waren am Einsatz beteiligt. Durch eine Streife der Polizei Marktredwitz konnte der Audi der Frau schließlich kurz nach 3 Uhr ausfindig gemacht werden. Er stand auf einem für Autos ungeeigneten Seitenarm des Fußgängerübergangs, vollkommen unbeleuchtet mitten im Wald und genau auf der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland.

Die 64-jährige Frau saß unversehrt, jedoch etwas verwirrt auf dem Fahrersitz ihres Audi. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bei der 64-Jährigen fiel negativ aus. Der Audi steckte fest und war nicht mehr fahrtüchtig, da die Kupplung anscheinend defekt war. Mit Hilfe der tschechischen Kollegen war es möglich den feststeckenden Audi zu befreien. Anschließend konnte er noch mit Mühe und Not bis nach Längenau rollen und dort verkehrssicher abgestellt werden. Die mittlerweile dort eingetroffene 28-jährige Tochter der Frau nahm ihre Mutter in Empfang und kümmerte sich im Anschluss um sie. Als Grund für die Irrfahrt an die Grenze nach Tschechien gab die 64-Jährige an, dass sie sich verfahren habe.

 

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