Aufholjagd nötig Jetzt müssen drei Siege her

Wolfgang Neidhardt
Fordert ab sofort Siege, Siege, Siege: HSV-Trainer Daniel Wiedel. Foto: Niklas vom Ende

Die HSV Hochfranken will am Samstag in Sulzbach die Aufholjagd in der Handball-Landesliga starten. Um drinzubleiben, muss danach auch mal ein Überraschungserfolg folgen.

Gerne erinnern sich Spieler und Verantwortliche der HSV Hochfranken an den Saisonstart im September mit einem 29:28 gegen die HC Sulzbach-Rosenberg. Es folgte ein klarer Sieg in Bayreuth. Doch danach durfte das Team nur noch einmal jubeln: Noch einmal hieß es 29:28, beim TV Erlangen-Bruck II. Es folgten einige unglückliche Niederlage. Und so steht die Spielgemeinschaft von TV Rehau, TV Schönwald und TS Selb mit vier weiteren Teams auf den Rängen acht bis elf. Bayreuth ist mit vier Zählern Schlusslicht – und in einer Woche dann in Rehau erster Heimgegner in der Rückrunde.

Zunächst aber gilt es, bei einem punktgleichen Team die Aufholjagd zu starten, eben bei den Oberpfälzern in Sulzbach am Samstag um 20 Uhr. „Wir brauchen einfach sechs Punkte aus den ersten drei Spielen“, fordert Trainer Daniel Wiedel – im Wissen darum, dass sein Team im zweiten Auswärtsspiel zu den starken Chamern reisen muss. „Ich schreibe uns natürlich nicht ab.“ Ob man Viert- oder Fünftletzter werden muss, um in der Liga zu bleiben – diese Frage bleibt Handball-typisch bis kurz vor Saisonschluss offen. „Das kann uns aber jetzt nicht beschäftigen“, meint der Coach.

Was in der Oberpfalz auf die HSV zukommen wird, wissen Spieler und Trainer kaum. Angeblich hat sich der in der Vorrunde ambitioniert gestartete Gegner verstärkt. Doch das hatte es im Sommer vergangenen Jahres auch geheißen. Sulzbach verabschiedete sich allerdings mit einem bemerkenswerten 28:26-Sieg gegen das Spitzenteam aus Nürnberg in die Winterpause.

Dort gönnte Wiedel den Seinen erst mal zwei Wochen wirkliche Ruhe nach der Niederlage im Derby bei der HSG Fichtelgebirge: „Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir begonnen, vor allem mit Konditions-, Kraft- und Ausdauertraining. Es waren immer alle da. Die Jungs ziehen mit. Das Team gibt Gas.“ Wiedel will es nicht in ein Gerüst drücken, stattdessen auch Ideen aus dem Kreis der Spieler aufnehmen. „Wenn einer gute Ideen hat, dann ist das super.“ Jeder habe seine Meinung gesagt. Die HSV hat viel probiert, an Varianten gefeilt.

Zwei neue Gesichter

Zwei neue junge Gesichter werden in Sulzbach ihre Landesliga-Premiere erleben: Olaf Schnabel, ein talentiertes Torhüter-Talent aus Schönwald. Er wird hinter Routinier Vladimir Michanek als zweiter Schlussmann mitreisen, nachdem Tacittin Gündüz und Andreas Friedel krankheitsbedingt ausfallen. Und auf Linksaußen soll der 17 Jahre alte Timo Hartmann seine Chance erhalten, wenn Jan Scherdel einmal eine Pause braucht. Wieder fit ist Kreisläufer Alexander Wolf, wegen Verletzung wird noch Timo Geyer fehlen. Ansonsten sind alle Kräfte an Bord: neben den Erwähnten Stefan Stöckert, Philipp Mocker, Jonas Dirr, Julius Meinel, Markus Schörner, Fabian Ziesmann, Tim Herkt und Martin Bartos. Sie sollen vorlegen, damit die HSV gestärkt in das erste Heimspiel am 28. Januar gehen kann.

 

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