Aufwärtstrend Mehr Optimismus im oberfränkischen Handwerk

Die Stimmung im Handwerk hat sich aufgehellt. Foto: /Christin Klose

Der Wirtschaftszweig spürt eine Frühjahrsbelebung. Allerdings ist die Lage von Branche zu Branche verschieden: Noch immer kämpfen viele Betriebe coronabedingt mit Problemen.

Hof/Coburg/Bayreuth - Das oberfränkische Handwerk zeigt sich in der Pandemie robust. Die Handwerkskammer (HWK) berichtet unter Berufung auf eine aktuelle Konjunkturumfrage von einer Frühjahrsbelebung. So herrschte im ersten Quartal 2021 wieder mehr Optimismus, weshalb der HWK-Geschäftsklimaindex auf 111 (Vorquartal: 99) Punkte stieg. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen gehen demnach nicht von einer weiteren Verschlechterung aus, 21 Prozent rechnen gar mit einer besseren Situation. Insgesamt waren in den ersten drei Monaten dieses Jahres 35,5 Prozent der befragten Betriebe mit ihrer Geschäftslage zufrieden, 42,5 Prozent meldeten sogar eine gute Lage, wie die HWK am Donnerstag mitteilte.

Allerdings spürt auch das Handwerk, das sich erhebliche Teil der Wirtschaft noch immer im Lockdown befinden. Die Lage ist deshalb von Branche zu Branche sehr unterschiedlich. Stabilitätsanker sind nach wie vor die Bau- und Ausbauhandwerke, denen die Krise kaum anzumerken ist. Dort gab jeweils gut die Hälfte der befragten Betriebe an, entweder voll ausgelastet zu sein oder sogar mehr Aufträge zu haben als aktuell abgearbeitet werden können.

Friseure und Kosmetiker mit hohen Einbußen

In allen anderen Bereichen kehrt sich das Bild um, wie aus der Umfrage hervor geht. Bedingt durch die Schließungen hatten besonders Friseure und Kosmetiker im ersten Quartal enorme Einbußen. Aber auch die industrienahen Zulieferer und Betriebe des gewerblichen Bedarfs arbeiten immer noch weit unter ihren Möglichkeiten. Fast die Hälfte meldete eine Betriebsauslastung von maximal 70 Prozent. HWK-Vizepräsident Matthias Graßmann, der am Montag – wie berichtet – bei der Präsidentenwahl kandidieren wird, bilanzierte: „Wir haben also sowohl viel Licht, als auch viel Schatten in der Konjunktur.“

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