Aufwendige Bergung auf A9 Von Fahrbahn gedrängt: Sattelzug fährt Böschung hinab

Ein Sattelzug wurde am Mittwoch im Verlauf eines Überholmanövers von einem unbekannten anderen Sattelzug nach rechts von der Autobahn gedrängt.

 
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A9/Stammbach - Wie die Beamten der Autobahnpolizei aus Hof ermittelten, war der 54-jährige Brummifahrer aus dem Kreis Höxter/Westphalen mit dem Sattelzug um 17.22 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen der A9 in Richtung Norden unterwegs, als er von dem unbekannten Sattelzug überholt wurde.

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Dieser scherte laut Polizeibericht nach dem Vorbeifahren so knapp vor dem 54-Jährigen wieder nach rechts ein, dass er nach rechts ausweichen musste, dabei einiges an Leitplanken niederdrückte und eine Böschung hinunter fuhr. Nach rund hundert Metern kam sein 40-Tonner schließlich in einem Graben zum Stehen. Bei dem Fahrmanöver wurde die Ölwanne der Zugmaschine aufgerissen, mindestens 40 Liter Öl liefen aus.

Somit war ein größerer Bergungs- und Sicherungseinsatz nötig. Ein Abschleppunternehmen rückte mit zwei Kränen an. Außerdem musste auf Anordnung des Wasserwirtschaftsamts eine größere Menge mit Öl kontaminierten Erdreichs abgebaggert und entsorgt werden.

Die Bergung des Sattelzugs zog sich über einen Zeitraum von zwölf Stunden und war erst gegen 5.30 Uhr am Donnerstag beendet. Verletzt wurde bei dem Verkehrsunfall niemand. Der Sachschaden dürfte sich auf über 50.000 Euro belaufen.

Nun sucht die Hofer Verkehrspolizei unter der Telefonnummer 09281/704-803 nach Zeugen, die Hinweise zu dem bislang unbekannten Unfallverursacher geben können.