August Wagner: Jüngere sollen die Region voranbringen

red
August Wagner: „Es ist wichtig, dass wir Unternehmer uns in unsere IHK einbringen.“ Foto: /IHK

Der Helmbrechtser Unternehmer kandidiert nicht mehr für das IHK-Gremium Hof. 30 Jahre lang hat er sich hier engagiert: „Das war für mich eine Berufung.“

Hof/Helmbrechts/Bayreuth - Bis einschließlich 27. Januar wählen rund 7000 IHK-Mitgliedsunternehmen 40 Vertreterinnen und Vertreter ins IHK-Gremium Hof. Dieses vertritt die Interessen der hiesigen Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung und kümmert sich um aktuelle Unternehmensthemen. Aus dem IHK-Gremium werden wiederum zwölf Vertreter in die IHK-Vollversammlung mit ihren insgesamt 85 Vertretern gewählt. Dieses „Parlament der oberfränkischen Wirtschaft“, das oberste Organ der IHK, legt die Richtlinien der IHK-Arbeit fest und ist zuständig für alle Angelegenheiten, die für oberfränkische Wirtschaft relevant sind.

Seit drei Jahrzehnten engagiert sich August Wagner (J. K. Knopf’s Sohn GmbH & Co. KG, Helmbrechts) für die IHK und damit für den Standort Oberfranken und die Region Hof. Mitglied im IHK-Gremium ist er seit 1991, seit 1995 ist er Mitglied in der Vollversammlung. Von 2003 bis 2012 war er sowohl Vorsitzender des IHK-Gremiums Hof als auch Vizepräsident der IHK für Oberfranken Bayreuth, von 2012 bis 2022 stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums. Wagner ist seit 1991 im Umwelt- und Energieausschuss und seit 1995 Ausschussvorsitzender. Für dieses Amt stellt er sich noch einmal zur Wahl. 2012 wurde August Wagner für sein außerordentliches Engagement und für seine Verdienste um den Standort Oberfranken mit der Ehrenmedaille der IHK für Oberfranken Bayreuth ausgezeichnet. Auch beim DIHK, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, engagiert er sich. Von 2012 bis 2020 war er stellvertretender Vorsitzender.

Für die neue Legislaturperiode 2022 bis 2027 kandidiert er nicht mehr für das IHK-Gremium. „Es wird Zeit für einen Generationswechsel“, sagt er. „Jüngere müssen das Ruder übernehmen und den Wirtschaftsraum Hof voranbringen.“ Wagner verhehlt aber nicht, dass beim Abschied auch „eine Portion Wehmut“ dabei sei: „Mein Engagement bei der IHK war für mich eine Berufung, die ich immer gerne wahrgenommen habe.“ Das IHK-Gremium habe immer versucht, die Themen aufzugreifen, die der Wirtschaft vor Ort unter den Nägeln brennen. Gemeinsam und im starken Netzwerk kämpfe es für gute Rahmenbedingungen. „Umso wichtiger ist es, dass wir Unternehmer uns in unsere IHK einbringen, damit genau unsere Themen gespielt werden.“ Das Digitale Gründerzentrum Einstein 1 und das Modellprojekt Smart Citys standen in den vergangenen Jahren beim IHK-Gremium genauso im Fokus wie die Frage, wie sich Wirtschaft und Gebietskörperschaften gegenseitig voranbringen können. „Wie finde und wie binde ich Fachkräfte?“ war ein Kernthema, das immer mehr Unternehmen unter den Nägeln brennt, auch während der Corona-Krise. Eng damit verbunden: Wie kann sich der Wirtschaftsraum besser aufstellen, wie kann die Außenwahrnehmung verbessert werden? „Zuletzt erheblich an Bedeutung gewonnen hat vor allem die Versorgungssicherheit im Energiesektor“, berichtet Wagner. „Als Vorsitzendem des Umwelt- und Energieausschusses lag mir dieses Thema besonders am Herzen.“

 

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