Aus dem Gemeinderat Schirnding spart nicht am Licht

Von Herbert Scharf
Schirnding beantragt für das kommende Jahr eine halbe Million Euro für die Sanierung der Hauptstraße 15, dem ehemaligen „Sackhof“. Foto: Gerd Pöhlmann

Die LED-Lichter bleiben auch im Winter an. Der Gemeinderat begründet das mit Sicherheitsaspekten: Es war zu Einbrüchen gekommen.

Die Ortsbeleuchtung in Schirnding bleibt auch den Winter über an. Das sagte Bürgermeisterin Karin Fleischer bei der Sitzung des Marktgemeinderats am Donnerstag. Nicht zuletzt wegen der Einbrüche vor einigen Wochen in der Ortschaft könne und dürfe man hier nicht sparen, sagte sie. Im Übrigen sei die Kommune bereits auf die sparsamere LED-Beleuchtung umgestiegen. Auch einen Weihnachtsbaum mit Beleuchtung soll es zur Weihnachtszeit geben. Allerdings falle der Baum etwas kleiner aus als bisher.

Städtebauförderung im Blick

Einverstanden war der Marktgemeinderat mit der Anmeldung bei der Städtebauförderung einiger Bauvorhaben und der Liste über die beantragten Gelder zur Realisierung. Da soll in den Jahren 2023 bis 2026 einiges passieren. So beantragt die Kommune für das kommende Jahr eine halbe Million Euro für die Sanierung der Hauptstraße 15, den ehemaligen „Sackhof“. Für das kommunale Förderprogramm werden im kommenden und den drei folgenden Jahren je 55 000 Euro benötigt. Für die Aufwertung des Grundstücks nach dem Abbruch der Ringstraße 12 bis 20 rechnet die Marktgemeinde mit 223 000 Euro. Weitere 261 000 Euro beantragt die Kommune bei der Regierung von Oberfranken für die Freiflächengestaltung auf dem Grundstück der Hauptstraße 18. Für die Freiflächengestaltung am Kirchberg 9 beantragt der Marktgemeinderat 143 000 Euro. Rund eine Million Euro braucht die Kommune für die Sanierung der Hauptstraße 9 (Anwesen Gulder). Für die drei folgenden Jahre werden dafür insgesamt weitere sechs Millionen Euro beantragt. 10 000 Euro braucht Schirnding für den Erwerb und den Abbruch des Fischerwegs 10 in diesem Jahr. Für das folgende Jahr werden weitere 100 000 Euro fällig.

Zur Kenntnisnahme

Das sind im Jahr 2023 immerhin 2,19 Millionen Euro aus der Städtebauförderung. Weitere 2,66, 2,06 und 1,56 Millionen Euro werden in den folgenden Jahren benötigt. Die Bürgermeisterin betonte jedoch, dass es sich hier lediglich um die Anträge an die Regierung handle. „Das sagt nichts darüber aus, ob die Maßnahmen auch tatsächlich wie geplant umgesetzt werden können“, sagte Karin Fleischer. Auch ersetzten die Anmeldungen nicht die entsprechenden Förderanträge und haushaltsrechtlichen Genehmigungen durch die Aufsichtsbehörden. Die Marktgemeinderäte nahmen die Liste zur Kenntnis.

Zur Kenntnisnahme diente auch ein Bauantrag für einen Freisitz mit Außentreppe am Kirchweg. Da das Bauvorhaben dem Bebauungsplan widerspreche, soll es nach dem Artikel 59 der Bayerischen Bauordnung behandelt und genehmigt werden, erklärte die Bürgermeisterin. Die Baupläne seien bereits an das Landratsamt geschickt worden.

Abschließend gab die Bürgermeisterin noch einige Termine bekannt. So treffen sich die Teilnehmer am Volkstrauertag am 13. November um 11.10 Uhr an der Leichenhalle. Die Bürgerversammlung findet am 15. November um 19 Uhr statt.

 

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