Aus der Region Zwei weitere Corona-Todesfälle im Landkreis Tirschenreuth

Auf Deutschlands Intensivstationen ballt sich angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen Wut, Frust und Traurigkeit. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Foto: dpa

Das Landratsamt Tirschenreuth meldet an diesem Mittwoch 22 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Auch zwei Tote sind zu beklagen.

Bei elf Fällen handele es sich um Personen, die bereits unter Quarantäne gestanden haben.

Zwei weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Es handelt sich um eine 84-jährige und 98-jährige Person mit Vorerkrankungen, wie das Landratsamt mitteilt.

Zahl der Infizierten mit dem Corona-Virus: 1778

Zahl der Todesfälle - an SARS-CoV-2 verstorben: 127

Zahl der Todesfälle – an und mit SARS-CoV-2 verstorben (lt. LGL): 144

Zahl der Genesenen (Schätzung orientiert an Kriterien RKI): 1457

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner: 136,02

Testpflicht für tschechische Grenzgänger:

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat am Dienstag die Testpflicht für Grenzgänger aufgehoben. Das Landratsamt Tirschenreuth hat bereits vor der Einführung der Testpflicht allen Grenzgängern freiwillig eine Testmöglichkeit angeboten. Bereits zum damaligen Zeitpunkt hätten viele Grenzgänger und Firmen dieses Angebot wahrgenommen um frühzeitig Infektionen ausfindig zu machen und Infektionsketten unterbinden zu können. Die positiven Fälle bei den tschechischen Grenzgängern in den letzten Wochen hätten gezeigt, dass die Testpflicht grundsätzlich sinnvoll war. Bisher wurden bei rund 2500 Grenzgängern zirka 10.000 Tests durchgeführt, davon wurden etwa 350 Personen positiv getestet. Nur mit dem Vorliegen dieser Testergebnisse war es möglich, das Infektionsgeschehen im Landkreis einzudämmen und einen Beitrag zum Gesundheits- und Arbeitsschutz in den Unternehmen zu leisten. Landrat Roland Grillmeier bedankt sich hier bei allen Grenzgängern und Unternehmen, die diesen Weg bisher mitgegangen sind und beim BRK für den Einsatz im Testzentrum.

Aufgrund der weiterhin angespannten Situation setze Landrat Grillmeier weiter auf eine freiwillige Inanspruchnahme der Testmöglichkeit und auf das Verantwortungsbewusstsein der Grenzgänger und der Firmen. Er ruft alle betroffenen Personen dazu auf, sich auch ohne Testpflicht weiter regelmäßig testen zu lassen. Die beiden Testzentren werden trotz Aufhebung der Testpflicht vorerst in der bisherigen Form weitergeführt. Man werde auch abwarten müssen, wie der Freistaat auf den Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs reagiert und ob es Anpassungen gibt. Landrat Grillmeier habe die bisherige bayerische Lösung als guten Weg empfunden, wobei man auch wahrnimmt, dass der Lock-Down in Tschechien Wirkung zeigt und die Infizierten-Zahlen zurückgehen. Dieser Trend werde sich hoffentlich bald auch bei uns bemerkbar machen. Insgesamt laufe die Zusammenarbeit im Grenzraum mit den derzeitigen Vorschriften zufriedenstellend, auch wenn momentan Vieles eingeschränkt ist. Niemand wolle eine komplette Grenzschließung in der Mitte Europas und deshalb sehen es der Landkreis und die Kommunen auch als ihre Aufgabe, dazu beizutragen und das Testzentrum, das zum großen Teil auf Initiative des Landkreises betrieben wird, aufrecht zu erhalten.

 

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