Noch immer sind zahlreiche junge Menschen – oft unterstützt von ihren Eltern – bei der Karriereplanung fokussiert auf ein Hochschulstudium. Ein akademischer Abschluss gilt für viele als beste Voraussetzung, um beruflich erfolgreich zu sein. Gut möglich, dass der rasante technologische Wandel, den besonders Künstliche Intelligenz auslöst und sogar noch beschleunigt, den Nachwuchs und sein Umfeld zum Umdenken zwingen wird. Die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventinnen und -absolventen ist gestiegen. Und Arbeitsforscher wie etwa Hans Rusinek von der Uni St. Gallen befürchten, dass dieser Trend sich fortsetzen könnte. Nicht nur wegen konjunktureller Probleme, sondern ebenso weil sich die Aufgaben für akademische Berufseinsteiger häufig stärker automatisieren lassen als beispielsweise im Handwerk oder in der Pflege. Ein Fazit Rusineks lautet deshalb: Es sei in puncto Ausbildung oder Studium sinnvoll, menschliche Tätigkeiten zu wählen, die Maschinen eben nicht gut übernehmen können.
Ausbildung Nachwuchs sollte alte Muster hinterfragen
Matthias Will 19.03.2026 - 19:35 Uhr