Ausbruch in Kulmbacher Kindergarten Inzidenz schnellt nach oben

Nachdem die Inzidenz im Landkreis Kulmbach am Dienstag sprunghaft angestiegen ist, gilt von Samstag an wieder 3G. Foto: /Peter Kneffel/dpa

Zehn Fälle in einer Kita und 14 weitere Fälle über den Landkreis verteilt lassen die Inzidenz im Kulmbacher Land auf mehr als 60 steigen. Damit ist jetzt schon sicher: Von Samstag an gilt im Landkreis wieder die 3G-Regel.

Kulmbach - 24 neue Corona-Fälle, die am Dienstag bestätigt wurden, lassen die Inzidenz im Landkreis Kulmbach erheblich nach oben schnellen. Die hohe Fallzahl, sagt die Leiterin des Kulmbacher Gesundheitsamtes, Dr. Camelia Fiedler, hängt unter anderem auch mit einem Ausbruch in einem Kindergarten zusammen. Allerdings nicht nur. Es gebe kein richtiges Cluster betonte sie am Dienstagabend gegenüber der Frankenpost. Corona sei einfach wieder auf dem Vormarsch. Das wird auch durch die Inzidenz deutlich. Sie liegt seit Dienstag bei 64,4. Erst vor wenigen Tagen wurde die 3G-Regelung für den Landkreis wieder aufgehoben. Nun kündigt Oliver Hempfling om Landratsamt an, dass bereits vom kommenden Samstag an die 3G-Regel wieder greifen wird. Es sei rechnerisch nicht mehr möglich, dass die Inzidenz im Kreis bis Donnerstag unter 35 fällt.

Zehn Kinder aus einem Kindergarten im westlichen Landkreis Kulmbach sind unter den 24 positiv getesteten Personen. Auch Erzieherinnen sind positiv. Die allerdings stammen laut Camelia Fiedler nicht aus dem Landkreis Kulmbach und werden daher auch nicht zu den Kulmbacher Fällen gerechnet. Wie es zu dem Ausbruch kam, könne man nicht sagen, erklärte die Leiterin des Gesundheitsamts. Rund 100 Testungen im Zusammenhang mit der großen Kita werden nun, auf zwei Tage verteilt, vorgenommen.

Von den aktuell 63 Corona-Fällen im Landkreis Kulmbach fallen nach der jüngsten hohen Fallzahl 46 in die vergangenen sieben Tage. Und die Zeichen sprechen für einen weiteren Anstieg. In den Teststrecken der Kulmbacher Abstrichstelle wurden aufgrund der neuen Fälle 158 weitere PCR-Testungen durchgeführt. Deren Ergebnis wird am Mittwoch erwartet. Im Gesundheitsamt wird mit weiteren neuen Coronafällen aus den Reihen der jetzt neu getesteten Personen gerechnet. 195 Landkreisbürger befinden sich derzeit nach Behördenangaben in Quarantäne.

Auch am Kulmbacher Klinikum ist die Zahl der Corona-Patienten nun auf drei gestiegen. Einer der Patienten muss auf der Intensivstation behandelt werden. Erst am Montag mussten die Behörden ( einen weiteren Corona-Toten melden. Ein 70-jähriger Mann ist im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben. Er ist das 119. Opfer aus dem Kulmbacher Landkreis.

Kaum Fortschritt gibt es weiterhin bei den Impfungen. Die Erstimpfquote liegt nun bei 68,14, 63,95 Prozent der Landkreisbürger sind vollständig geimpft. 677 Personen haben sich bereits ihre dritte, und damit die Auffrischimpfung abgeholt.

Weiterführende Informationen zu Corona im Landkreis Kulmbach gibt es auf der Homepage des Landratsamts unter www.landkreis-kulmbach.de. mbu

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