Ausschreibung Bewerber für die Kornberg-Gastro

Seit April ohne Pächter: das neue Kornberghaus. Foto: Archiv

Wer wird Wirt im Kornberghaus? Das beschäftigt die Beteiligten seit dem Frühjahr, als die Interimslösung ausgelaufen ist. Auch der zweite Anlauf verlief bislang zäher als gedacht – jetzt geht es darum, was klappt. Oder, ob man sich wieder auf eine andere Lösung verständigt.

Es seien Bewerbungen eingegangen, aber leider nur im unteren einstelligen Bereich. Ob sich auch jemand geeignetes darunter befinde, werde derzeit geprüft. Anke Rieß-Fähnrich, Pressesprecherin des Landkreises Wunsiedel, hätte auch lieber andere Nachrichten zu vermelden in Sachen Kornberg – aber immerhin, es hat einen Schritt nach vorn gegeben. Über den Sommer hatte der Zweckverband Kornberg, zu dem die Landkreise und Anrainer-Kommunen gehören, die Bewirtschaftung des Kornberghauses ausgeschrieben. Erneut ausgeschrieben, und auch noch mit verlängerter Laufzeit. Jetzt hat der Zweckverband einen Schlussstrich unter die neuerliche Fragerunde gezogen und macht eine Bestandsaufnahme. Bei der allerdings das Drumherum noch lange nicht geklärt ist.

Die wichtigste Frage zum Areal liegt bekanntlich vor Gericht: Kommt der geplante Bikepark und falls ja, wann? Wie berichtet, hatte der Landesbund für Vogelschutz geklagt, das Verwaltungsgericht hatte einen Baustopp verhängt. Wann mit einer Gerichtsverhandlung – und damit einer Auflösung des Stillstands – zu rechnen ist, ist völlig offen. Für einen Gastronomen, der das Kornberghaus bewirtschaftet, ist die Frage Biker oder keine Biker allerdings eine sehr wichtige.

Der Zweckverband hat bislang vorgesehen, einen großen Teil des derzeitigen Gastraums über die Sommermonate als Raum für Mountainbike-Verleih heranzuziehen. Und ob ein Wirt mit 90 oder mit 35 Innen-Plätzen rechnen kann, macht freilich einen großen Unterschied. So gehen auch die Gedanken im Zweckverband in verschiedene Richtungen: „Neue Ansätze und Konzepte gibt es, allerdings gilt es hier vor einer möglichen Veröffentlichung noch ein paar offene Punkte zu klären“, sagt Anke Rieß-Fähnrich. Wichtig sei, eine möglichst schnelle, aber auch eine tragfähige Lösung zu finden. So sagt sie auf die Frage, ob man nur über neue, oder auch über altbewährte Partner nachdenke: „Beides ist möglich.“

Der Döhlauer Imbiss-Spezialist Ralf Weigold hatte bekanntlich zusammen mit der Mannschaft des Golfplatz-Restaurants die letzte Wintersaison geschmissen. „Ich habe angeboten, dass wir über den Winter auch wieder reden können“, sagt er auf Anfrage: “ aber erst nach dem Hofer Weihnachtsmarkt, da habe ich einen Stand“. Falls man keinen neuen Pächter finde, sei er gern wieder bereit zu Gesprächen. Jetzt laufen aber zunächst einmal in den Landratsämtern die Drähte heiß bezüglich der anderen Bewerber.

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