Ausstellung bis Mitte April Kunstverein lockt zu „Über:blicken“

Die große Schau aus der Reihe „7 aus dem Verein“ lebt von den unterschiedlichen Perspektiven der Künstler. Zu sehen sind die Werke in Kulmbach in der Oberen Stadtgalerie sowie im Badhaus.

Unter anderem Arbeiten von Paul Woitzik sind bei der Schau zu sehen. Foto: Kunstverein Kulmbach

Noch bis zum 23. April zeigen sieben Mitglieder des Kunstverein Kulmbach in der Oberen Stadtgalerie, Obere Stadt 10 sowie im Historischen Badhaus, Oberhacken 34 knapp 100 Werke verschiedener Techniken. Sie alle beschäftigen sich in der Reihe „7 aus dem Verein“ in diesem Jahr mit dem Thema „Über:blicken“, wobei viele Arbeiten erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Ausstellung lebe von der Verschiedenartigkeit der Künstlerpersönlichkeiten, erläutert die Projektleiterin der Ausstellung, Cornelia Morsch.

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„Von den Jüngeren, die sich auf ihren künstlerischen Weg machen, und den Erfahreneren, die schon ein Lebenswerk zeigen können.“ Generell sei es immer und vor allem auch für einen Verein positiv, über den eigenen Tellerrand zu blicken und so innovative Impulse von außerhalb zu bekommen und für sich zu entdecken.

Solche Impulse bereichern auch die Ausstellung: Die ausstellenden Künstler sind alle Mitglieder des Kunstverein Kulmbach leben und arbeiten in Leipzig, Berlin, Starnberg, Landshut, Frankfurt, aber auch in Kulmbach oder Burgkunstadt. So trifft die Ausstellung bereits in eher formaler Sicht den Titel „über:blicken“.

Der Kulmbacher Felix Lorenz ist Student in Leipzig und entwickelt ausgehend von Zeichnungen Druckgrafiken, die in einer collageartigen Bildsprache von Räumen zwischen Kultur und Natur erzählen.

Julia Herbert begleiten die Themen Schrift, Formulare und Karten. Mittels der analogen und digitalen Zeichnung, Monotypie- und Aquarellverfahren schichtet sie die vorgefundenen Strukturen übereinander und setzt so die Bedeutungsebenen bildnerisch in Beziehung. Die Frankfurterin Eleonore Zientek arbeitete unter anderem als Systemanalytikerin und Programmiererin und malt heute digital. Bei ihren Bildern inspiriert sie die Natur mit ihrer Farb- und Formenvielfalt.

Der Themenschwerpunkt der Holz- und Bronzeplastiken der gelernten Holzbildhauermeisterin Martina Kreitmeier liegt auf der Transformation von abstrakten Themen, wie Gleichgewicht, Perspektivwechsel, Sehnsucht oder Dynamik in die dreidimensionale Darstellung. Lucia Scheid-Nam setzt sich in ihrer Malerei mit dem Vergänglichen, dem Unscheinbaren und dem Moment auseinander. Für die aktuelle Ausstellung hat sie sich von Menschen und Landschaften inspirieren lassen. Janna Heiß studiert aktuell in Berlin. In Kulmbach zeigt sie Foto- und Filmarbeiten, die Gefühle zu Herkunft, Verlust, Entwurzelung und Sehnsucht oftmals in Beziehung zu politischen Strukturen und Systemen bildnerisch darstellen. Der in Bamberg lebende Andreas Woitzik zeigt großflächige Illustrationen aus Aquarell, Acryl, Tusche sowie Collagen. Zu sehen sind die Werke im Rahmen der diesjährigen Schau im Historischen Badhaus jeweils Freitag, Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr sowie in der Oberen Stadtgalerie Samstag und Sonntag von 13 bis 16 Uhr. red