Alcaraz kommt in Schwung
Der Spanier kam dagegen nur mühsam in Schwung und leistete sich bereits im ersten Satz neun ungezwungene Fehler - ungewöhnlich für die Nummer eins der Welt, die im Halbfinale gegen Zverev von heftigen Krämpfen geplagt worden war. Alcaraz hatte zudem von Adduktorenproblemen gesprochen. Und in der Tat wirkte er gegen Djokovic zunächst nicht so dynamisch und druckvoll wie gewohnt.
Doch zu Beginn des zweiten Satzes kämpfte sich der Weltranglisten-Erste in die Partie. Djokovic ließ nun ein paar Prozent nach und Alcaraz war sofort zur Stelle. Zum 2:1 gelang ihm endlich das erste Break. Nach 69 Minuten schaffte Alcaraz den Satzausgleich. Das mit hohen Erwartungen aufgeladene Endspiel war nicht immer hochklassig, aber stets spannend.
Kräfte bei Djokovic lassen nach
Allerdings merkte man Djokovic jetzt deutlich an, dass die Kräfte schwanden. Während Alcaraz nun volle Fahrt aufnahm und sich deutlich besser bewegte, stand der Serbe immer öfter nicht optimal zum Ball und leistete sich mehr Fehler als noch zu Beginn. Alcaraz nutzte das und holte sich mit dem fünften Satzball den dritten Durchgang.
Jetzt sprach alles für den Weltranglisten-Ersten. Doch Djokovic stemmte sich noch einmal mit all seiner Routine gegen die Niederlage. Er wehrte sechs Breakbälle von Alcaraz ab und hatte beim Stand von 4:4 plötzlich selbst die Chancen zum Break. Doch Alcaraz behielt die Nerven und schrieb Tennis-Geschichte.