Korso in Hof Autodemo gegen Corona-Maßnahmen

„Söder muss weg!“ steht auf einem Auto, dessen Fahrer an der Demonstration teilnimmt. Hier ist der Autokorso bereits zurück in der Uferstraße. Foto:  

Etwa 20 Fahrzeuge fahren laut hupend um die Hofer Innenstadt. Am Steuer sitzen jeweils Gegner der Corona-Maßnahmen.

Hof - Am frühen Montagabend haben Demonstranten im Hofer Stadtgebiet mit einem Autokorso ihrem Unmut über die Corona-Maßnahmen Luft gemacht. Laut hupend umfuhren sie von der Uferstraße aus die Hofer Innenstadt. Etwa 20 Fahrzeuge seien beteiligt gewesen, hieß es zunächst auf Nachfrage unserer Zeitung bei der Polizei. So viele Wagen waren wohl vorab angemeldet. Letztlich fuhren um die 60 Fahrzeuge mit, wie Videos zeigen und Augenzeugen berichten. Die Veranstaltung sei ordnungsgemäß angemeldet gewesen. Mehrere Streifenbesatzungen der Polizei waren im Einsatz, um Verkehr und Kreuzungen abzusichern.

Ein Teilnehmer der Demonstration, der bekannte Hofer Taxifahrer Halil Konak, streamte das Geschehen per Dashcam live auf Facebook. Ihm voraus fährt ein schwarzer Audi mit der Aufschrift „Söder muss weg!“ auf der Heckscheibe.

Nur vereinzelt sieht man Passanten am Straßenrand stehen, die das Geschehen beobachten. „Wenn man was erreichen will, muss man was machen. Der Tag ist heute“, sagt Konak, als er im Sigmundsgraben fährt. Er kommentiert die Autoschlange, die sich dort aufgrund der Auto-Demonstration gebildet hat, so: „Es tut uns leid, liebe Leute, dass ihr warten müsst, aber es muss was gemacht werden – auch in Hof. Wenn der Lockdown kein Ende hat, kommen wir mit 5000 Autos. Dann wird die Stadt lahmgelegt.“ nisch

 

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