Automobil-Slalom Andreas Krämer siegt klar vor Vater Helmut

Gerd Plietsch
Die Doppelsieger Helmut (links) und Andreas Krämer (rechts) mit dem MSC-Vorsitzendem Andre Rauch. Foto: Gerd Plietsch

Das Vater-Sohn-Duell der großen serienmäßigen Fahrzeuge geht beim Automobil-Slalom des MSC Marktredwitz den Sohn. Bei den Oldtimern holt ein Oberpfälzer den Pokal.

In diesem Jahr begleitete dauerhafter Sonnenschein den Automobil-Slalom des Motorsportclubs (MSC) Marktredwitz im Industrie-Gelände am Rande des Thiersheimer Autohofes an der A 93. Und nachdem die Pandemie in weite Ferne gerückt zu sein scheint, trafen sich auch 79 Teilnehmer, um den schnellen Marktredwitzer Parcours zu absolvieren.

Den Anfang machten – wie immer – die serienmäßigen Fahrzeuge der Gruppe G und es dürfte kein Geheimnis sein, dass der Lokalmatador und mehrfache Slalommeister Andreas Krämer vom gastgebenden MSC mit seinem BMW M 3 an vorderster Front als Favorit gehandelt wurde. Zwar versuchte Vater Helmut, ihm ein wenig Druck zu machen, doch am Ende gewann der Junior das familieninterne Duell und damit sowohl die große serienmäßige Klasse als auch die gesamte Gruppe der serienmäßigen Fahrzeuge mit einer Gesamtfahrzeit von 1:31,12 Minuten – und einem Vorsprung von fast dreieinhalb Sekunde auf seinen Vater.

Bei den seriennahen Fahrzeugen war es der Leinburger Benedikt Siegel, der mit seinem schwarzem Honda S 2000 seine Klasse gewann. Das zweite Vater-Sohn-Duo war Arnfried und Stefan Bätz (beide Meeder) ging der Klassen- und Gruppensieg bei den verbesserten Fahrzeugen an Sohn Stefan mit einem Vorsprung von 37 Hundertstel-Sekunden.

Beim Vergleich der Gesamtfahrzeiten reichte es aber für Stefan Bätz nicht, er kam nur auf Gesamtrang drei. Den Gesamtsieg holte sich der Mittelfranke Benedikt Siegel mit seinem Honda S 2000, drei Sekunden vor Andreas Krämer.

Doch damit war die Marktredwitzer Slalom-Veranstaltung noch nicht zu Ende, denn den Abschluss bildeten die Fahrzeuge des Oldtimer-Slalom-Cups-Oberfranken (OSCO), bei denen es aber nicht um Schnelligkeit, sondern um Gleichmäßigkeit geht. Schließlich müssen sie in ihrem zweiten Wertungslauf die Zeit aus dem ersten Lauf so genau wie möglich treffen. Die geringste Abweichung gewinnt. Dies gelang dem für den ATC Weiden startenden Martin Regler und seinem 1995er BMW E 36, denn der Weidener bewältigte den Marktredwitzer Parcours in beiden Läufen in genau derselben Zeit. Die für den gastgebenden MSC Marktredwitz startenden Roland Wolf (Waldershof) und Karl Rößler (Marktredwitz) bewegten ihre Oldtimer mit unterschiedlichem Resultat: Während Wolf seinen Mini Cooper zu einer Abweichung von 33 Hundertstel-Sekunden noch auf Platz neun der insgesamt 27 Teilnehmer fuhr, landete NSU-TT-Pilot Rößler mit seinem 1971er Auto im hinteren Teil des Klassements. ggp

 

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