Hochschul-Präsident Jürgen Lehmann verpackt seine Enttäuschung in Sarkasmus. „Schöne Grüße aus China“, sagt Lehmann bei der Abschlussveranstaltung des Projekts Shuttle-Modellregion Oberfranken (SMO-2) im an der Hochschule Hof angesiedelten Institut für Informationssysteme iisys. Deutschland sei – wie beim Transrapid – wieder mal dabei, den Chinesen bei einer entscheidenden Zukunftstechnologie das Feld zu überlassen. Bei einem Gespräch mit unserer Redaktion am Rande der Veranstaltung wird Lehmann noch deutlicher. Viel zu sehr schwelge man hierzulande in den alten Zeiten, als die Auto- und Maschinenbaunation Deutschland global reüssierte. „Wir ruhen uns zu sehr auf den Erfolgen der Vergangenheit aus“ , kritisiert Lehmann. Es sei dringend notwendig, neue Produkte in Zukunftstechnologien zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dazu gehörten eben auch Elektromobilität und autonomes Fahren. Hier müsse man gegenüber China beziehungsweise den USA dringend aufholen, wozu eben intensive und vor allem kontinuierliche anwendungsorientierte Forschung notwendig seien.
Autonome Shuttles Region kämpft um Prestigeprojekt
Matthias Will 20.09.2024 - 13:23 Uhr