Bad Alexandersbad Bad reduziert Weihnachtsbeleuchtung

  Foto: Christian Schilling/Christian Schilling

Die Kurgemeinde verzichtet heuer auf eine groß angelegte Illumination in der Adventszeit. In kleinem Lichterglanz sollen nur zwei Plätze im Ort erstrahlen.

Die Diskussion beschäftigt das gesamte Land: Die Deutsche Umwelthilfe hat wegen der Energiekrise zum Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung in Städten und Privathaushalten aufgerufen. Der Gemeinderat der Kurgemeinde Bad Alexandersbad zog in der jüngsten Sitzung nun die Reißleine und will durch eine wenig aufwendige Illumination in der Adventszeit Strom sparen.

Bei der Sitzung, die zweiter Bürgermeister Ronald Ledermüller leitete, diskutierten die Entscheidungsträger zunächst verschiedene Vorschläge, um den aktuellen Entwicklungen bei den Energiekosten mit Sparmaßnahmen nachzukommen. Eine Möglichkeit war dabei, auf den Weihnachtsbaum am Alexplatz zu verzichten, das es in der Gläsernen Mitte einen Baum gebe, der auch von außen gut einsehbar sei. Somit könnten Kosten für den Auf- und Abbau des Baumes eingespart werden.

Fixpunkt im Zentrum

„Wir sind ein touristisch geprägter Ort“, gab zweiter Bürgermeister Ledermüller zu bedenken. Deshalb stellte er zur Abstimmung, den Baum auf dem Platz zu erhalten und auf den in der Gläsernen Mitte zu verzichten. Das Exemplar im Außenbereich, das wie in jedem Jahr gestiftet würde, sei als Fixpunkt im Zentrum der Kurgemeinde wichtiger als der Christbaum im Innenbereich. Zudem solle auf einen Teil der Sterne verzichtet werden. Die neuere, mit LED ausgestattete Beleuchtung solle nun nur noch am Alexplatz und im Bereich des Kinderhauses aufgehängt werden.

In diesem Zusammenhang erklärte sich Gemeinderat Dr. Thomas Beer bereit, für die Kosten der Weihnachtsbeleuchtung am Kinderhaus Königin Luise aufzukommen. Gemeinderätin Tanja Rieß regte an, die Buden des Weihnachtsmarktes mit LED-Lichtern auszustatten. Dafür sollten die dafür verantwortlichen Vereine im Vorfeld abgefragt werden. Zudem will die Gemeinde überprüfen, in den Wintermonaten an einigen Stellen eine Art Notbeleuchtung einzuführen.

Aufwendige Pflege

Das Gremium beschloss weiterhin, ausgewählte Flächen und Behältnisse laut einer Liste den Bürgern für die Übernahme von Patenschaften zur Verfügung zu stellen. Im nächsten Jahr soll dann ein Wettbewerb für das schönste Pflege- und Erscheinungsbild ausgelobt werden. Der Vorschlag zu den „Patenschaftsflächen“, die mit Blumen bepflanzt werden sollen, kam aus der Bürgerschaft selbst. Der Obst- und Gartenbauverein habe sich bereits bereit erklärt, die Jury zur Preisvergabe zu stellen, erklärte Ledermüller. Stellt man die Kosten der aufwendigen Pflege und Bepflanzung durch die Gemeinde während des Jahres den Ausgaben für die Gewinnerpreise gegenüber, sind dabei aller Voraussicht nach durchaus Einsparungen zu erwarten.

Gemeinderätin Rieß machte auf das neue Begrüßungsschild am Ortseingang aufmerksam. Dies habe die Initiative Weihnachtsmarkt mit Fördermitteln der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Gesundes Fichtelgebirge angeschafft.

Gemeinderat Daniel Kilgert monierte, dass „der Spielplatz im Kurpark traurig aussieht“ und forderte, dass sich die Gemeinde über dessen Zukunft Gedanken machen solle. Ledermüller erklärte, dass der Spielplatz abgebaut werden müsse. Es werde aber über „irgendeine Form des Ersatzes“ nachgedacht.

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