Bad Alexandersbad Kinderhaus-Anbau nimmt Formen an

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Nach vorne in Richtung Markgrafenstraße soll das Kinderhaus Königin Luise in Alexandersbad erweitert werden. Foto: Christian Schilling

Der Kindergarten in Bad Alexandersbad muss aufgrund der Nachfrage erweitert werden. Der Gemeinderat gibt für die Pläne dazu grünes Licht.

 
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Das vom Architekturbüro Drehobel erarbeitete Lösungskonzept für den Anbau an das Kinderhaus „Königin Luise“ hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auf den Weg gebracht. Architekt Christian Drehobel stellte die Pläne dazu vor.

„Die Genehmigung des Provisoriums für den Hort im Markgräflichen Schloss endet am 31. August“, erklärte Bürgermeisterin Anita Berek einführend, schon jetzt sei die Warteliste lang, und es könnten bereits zwei Hortgruppen gebildet werden. Diese sollen nun, wie von langer Hand geplant, im Kinderhaus „Königin Luise“ eine Heimat finden. Deshalb stellte Architekt Drehobel die ausgearbeiteten Version des Um- und Anbaus vor.

Diverse Mängel

Das derzeitige Gebäude weise für einen Kindergarten verschiedene Mängel auf. Überhaupt sei das Gebäude für die jetzige Funktion nicht konzipiert worden, erklärte der Architekt. Im Vorfeld habe man sich bei verschiedenen Begehungen mit den zuständigen Fachstellen abgesprochen, unter anderem auch mit Kreisbrandrat Wieland Schletz wegen des Brandschutzes.

Im Bestandsgebäude seien vor allem die Räume mit den vergitterten Lichtschächten nicht kindgerecht. Auch der Essensraum biete wenig Platz. Um dies alles zu verbessern habe man ein Lösungskonzept erarbeitet. Durch den Anbau erreiche man 748 Quadratmeter mehr Hauptnutzfläche. Dies seien sogar sechs Prozent mehr, als im sogenannten Summenraumprogramm vorgeschrieben.

Mehr Licht

Die im Anbau jeweils im Unter- und Erdgeschoss entstehenden größeren Räume böten für die Kinder mehr Licht, und zudem seien sie in den von Kindern genutzten Flächen jeweils durch zwei Rettungswege abgesichert, wie die Brandschutzverordnung für derartige Gebäude vorschreibt. Zudem gebe es für Hort, Kindergarten und Krippe Ausgänge von den großzügig gestalteten Gruppenräumen zu den jeweiligen Außenflächen. Auch hier werde der geforderte Raum von zehn Quadratmetern pro Kind eingehalten.

Neu angelegt werde der Hauptzugang mit einem Foyer zum Bestandsgebäude. Allerdings müssten hier noch Gespräche mit der Behindertenbeauftragten im Landratsamt geführt werden. Drehobel gab aber zu bedenken, dass es ein paar Stellen im Bestandsgebäude geben werde, die nicht 100-prozentig barrierefrei gestaltet werden könnten. Die bisherige Treppe werde ersetzt, etwaige Höhenunterschiede könnten, wie bereits an anderer Stelle, mit Rampen überwunden werden.

Anbau zuerst

Auf Nachfrage von Gemeinderat Daniel Kilgert (CSU) erklärte der Architekt, dass zuerst der neue Anbau in Angriff genommen werde. Nachdem dieser von den Kindern bezogen sei, wende man sich den Umbauten im Bestandsgebäude zu. Die genauen Kosten könnten erst nach dem Okay der Verwaltung sowie der Regierung ermittelt werden. Eine erste Kostenschätzung für den Um- und Anbau mit 5536 Euro pro Quadratmeter, nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) gefördert, ergebe eine Summe von 1,5 Millionen Euro. Hinzu kämen Nebenkosten und die Kosten für den Umbau des Bestand und für die Außenanlagen. „Da kommt schon was zusammen“, resümierte der Architekt.

„Aus meiner Sicht ist das ein gelungenes Ergebnis“, freute Anita Berek. Auch optisch sei der Anbau eine Bereicherung.

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