Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen. Abbaupläne gibt es aber auch in anderen Bereichen - unter anderem bei der Hausgerätetochter BSH und der Sparte für Elektrowerkzeuge.
Die Kosten für den beispiellosen Stellenabbau haben - neben den US-Zöllen und Steuereffekten - auch die Geschäftszahlen der Schwaben schwer belastet. Insgesamt schlugen die Programme mit 2,7 Milliarden Euro zu Buche, vor allem in Form von Rückstellungen. Im vergangenen Jahr musste Bosch daher erstmals seit 2009 einen Nachsteuerverlust in Höhe von 363 Millionen Euro verbuchen. Bereits in Vorjahr hatte sich der Gewinn halbiert. Der Umsatz stieg 2025 nur leicht auf 91 Milliarden Euro. Damit lag das Unternehmen auch deutlich hinter den eigenen Erwartungen.
Wird 2026 für Bosch besser?
In den vergangenen Jahren wurden dem neuen Bosch-Chef zufolge wichtige Grundlagen gelegt und die Transformation gestartet. "Die Strategie nach vorne steht, doch das Umfeld und unsere Märkte verändern sich in nie dagewesenem Tempo", teilte der promovierte Wirtschaftswissenschaftler mit. Darauf müsse man Anstrengungen ausrichten, Entscheidungen mit großer Entschlossenheit treffen und Innovationen schnell in Produkte und Märkte bringen.
Für das laufende Jahr rechnete Bosch zuletzt - trotz der schwierigen Lage der Weltwirtschaft - mit etwas besseren Geschäften. Im ersten Quartal lag der Umsatz demnach etwa auf Vorjahresniveau. Für 2026 peilte das Management ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent und auch mehr Gewinn an.