Barrierefreiheit Blumiges Negativ-Beispiel

red
Will ein Rollstuhlfahrer an der Tourist-Information auf die eigens installierte Klingel drücken, braucht er einen sehr langen Arm, um die dort aufgestellten Blumen zu überwinden. Foto: VdK

Blumen sind schön, in diesem Fall aber ein echtes Hindernis für Menschen, die im Rollstuhl sitzen.

Verständnis für Barrierefreiheit ist ein langer Weg; das stellt der VdK in einer Pressemitteilung fest und nennt ein konkretes Beispiel.

Im Herbst hatte die Hofer Behindertenbeauftragte Heidi Spörl eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen zur Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ausgearbeitet und mit dem VdK-Kreisvorsitzenden Bert Horn an Oberbürgermeisterin Eva Döhla übergeben. Im Frühjahr konnten erste positive Veränderungen beobachtet und der Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden. Jedoch hat sich wohl das Verständnis für Barrierefreiheit noch nicht bei allen Dienststellen der Stadt Hof wirklich durchgesetzt. Der im vergangenen Jahr vom VdK geäußerten Bitte, vor die Behinderten-Klingel an der Tourist-Information in der Ludwigstraße keine Blumenkübel mehr abzustellen, wurde zwar nachgekommen – dafür steht dort ein ganzer Blumenwagen. „Gerade jetzt zur Volksfest- und Ferienzeit, wo viele auswärtige Gäste und Touristen das Fest und die Stadt besuchen, ist dies sicher kein besonders positives Signal gegenüber Menschen mit Bewegungseinschränkungen“, heißt es in der Mitteilung. Der VdK-Kreisverband hofft weiter auf Verbesserungen und wird auch in Zukunft konstruktive Vorschläge unterbreiten.

 

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