Basketball-Bundesliga Brose Bamberg holt Robinson

Justin Robinson (hier für den französischen Klub Élan Chalon am Ball) wird in der neuen Saison für Brose Bamberg auf Korbjagd gehen. Foto: imago images/PanoramiC/Gwendoline Le Goff via www.imago-images.de

Basketball-Bundesligist Brose Bamberg hat den 26-jährigen Aufbauspieler Justin Robinson vom italienischen Erstligisten Pesaro für die neue Saison verpflichtet. Auch stehen die Gruppengegner in der Qualifikation für die Basketball Champions League nun fest.

Bamberg - Brose Bamberg nimmt weitere Weichenstellungen für die neue Saison in der Basketball-Bundesliga vor. Wie der ehemalige deutsche Serienmeister am Mittwoch mitteilte, wurde der amerikanische Pointguard Justin Robinson vom italienischen Erstligisten Pesaro geholt und mit einem Einjahresvertrag ausgestattet. Der 26-jährige Aufbauspieler brachte es in der vergangenen Saison im Schnitt über zwölf Punkte, fünf Assists und drei Rebounds.

Vorfreude bei Roijakkers

Bambergs Headcoach Johan Roijakkers freut sich bereits sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Energiebündel: „Ich bin seit 2017 großer Fan von Justin. Da habe ich ihn erstmals in der Summerleague gesehen und seine Karriere seitdem immer verfolgt. Er ist ein Spieler, der in jeder Sekunde mit voller Energie spielt. Er agiert sehr mannschaftsdienlich, kann aber auch von weit hinter der Dreierlinie abschließen. Es macht einfach Spaß, ihm beim Spielen zuzusehen“, wird der Niederländer in der Presseverlautbarung zitiert.

Justin Robinson hatte es zu Collegezeiten nicht leicht. Aufgrund seiner 1,73 Meter war er für viele Schulen schlicht und einfach zu klein, um ein Stipendium zu bekommen. Das Monmouth College aber erkannte sein Talent, holte ihn nach Oregon und hat es nie bereut. Als Junior erzielte Robinson durchschnittlich 20,2 Punkte, 3,7 Assists und 2,1 Steals pro Spiel. Er führte Monmouth zum ersten MAAC-Titel in der regulären Saison und einem Schulrekord von 25 Siegen. Der Point Guard wurde in seiner letzten Spielzeit zum „MAAC Player of the Year“ gewählt, nachdem er durchschnittlich 19,7 Punkte pro Spiel erzielt und Monmouth abermals zur MAAC-Meisterschaft geführt hatte. Er erzielte seinen 2000sten Karriere-Punkt in seinem letzten Collegespiel.

Bei Miami Heat in der Summer League

Im Sommer 2017 unterschrieb Robinson bei den Miami Heat für die NBA Summer League, schloss sich für die Saison aber dem russischen Erstligisten Avtodor Saratov an. Nach einer Spielzeit in Russland wechselte er nach Frankreich zu Élan Chalon. Dort führte er mit 8,2 Assists pro Spiel die Ligastatistik an. Nach zwei Jahren in der Bourgogne zog es ihn vergangene Saison nach Italien zu Victoria Libertas Pesaro.

Große Motivation

Justin Robinson selbst zu seinem Wechsel nach Bamberg: „Ich habe mich für Brose entschieden, weil es ein historischer Verein ist und ich das Gefühl habe, dass es eine große Chance und ein guter Platz für mich ist, um den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen. Ich will meine Mitspieler führen und sie besser machen. Das war und ist immer mein Ziel. Dann wird man sehen, wie weit es gehen kann. Es ist aber klar: Ich will in der BBL und der BCL sehr weit kommen. Auf dem Feld bin ich ein Scoring Guard, der sehr hart spielt, der aber immer auch seine Mitspieler einbindet. Abseits des Parketts bin ich bescheiden und freue mich über jeden, der zu mir kommt und ‚hallo‘ sagt…“

Justin Robinson ist der erste ausländische Spieler im Kader der nächsten Saison. Ihm zur Seite stehen aktuell Christian Sengfelder, Kenneth Ogbe, Dominic Lockhart, Elias Baggette, Joel Aminu, Marvin Omuvwie und Patrick Heckmann.

Gegner in BCL-Quali stehen fest

Brose Bamberg bekommt es im Qualifikationsturnier um den Einzug in die reguläre Saison der Basketball Champions League mit Teams aus Österreich, Montenegro, Portugal, Litauen und Estland zu tun. Das hat die Auslosung im BCL-Sitz im schweizerischen Mies am Mittwoch ergeben.

Broses Gruppe besteht demnach aus folgenden Mannschaften: Brose Bamberg, Kapfenberg Bulls, Juventus Utena, Sporting Lissabon, Kalev Cramo und Mornar Bar.

Da Brose in Topf 1 gesetzt war, steigt Bamberg erst im Halbfinale ein. Mögliche Gegner da sind die Kapfenberg Bulls und Juventus Utena, die das erste Viertelfinale bestreiten. Im zweiten stehen sich Kalev Cramo und Sporting Lissabon gegenüber, wobei der Sieger aus diesem Match im anderen Halbfinale auf Mornar Bar trifft. Beide Halbfinalgewinner spielen dann den Turniersieger aus, der sich den letzten Platz in der regulären BCL-Saison sichert.

Das Qualifikationsturnier findet von 13. bis 17. September statt. Wo es ausgetragen wird, entscheidet sich erst Ende Juli. Fakt jedoch schon jetzt ist, dass der Sieger anschließend in Gruppe F der BCL auf SIG Strasbourg, Filou Oostende und Tofas Bursa treffen wird.

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