Basketball Der ATS atmet auf

Matthias Hansl
Kulmbachs Marcus Mallanik (links) zeigte gute Beinarbeit gegen den Pointguard der Gäste Miro Nieselt. Foto: /Karl Heinz Weber

Nach den Misserfolgen der letzten Wochen stand der ATS Kulmbach in der Basketball-Bayernliga unter Zugzwang. Gegen Oberdürrbach läuft es aber wieder rund.

 
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Das Wochenende ist für die meisten Basketball-Teams des ATS Kulmbach mit einem Erfolg geendet. Die U12 gewann beim TSV Hof mit 83:42. Die U14 besiegte zuhause den TV Weismain mit 80:34. Beim BBC Coburg siegte die U16 mit 70:59. Und die erste Mannschaft konnte in der Bayernliga endlich wieder punkten. Nur die Damen des ATS mussten sich in ihrem ersten Spiel in der Bezirksliga am Ende knapp mit 36:42 geschlagen geben.

Basketball-Bayernliga: ATS Kulmbach – SV Oberdürrbach 70:60 (17:17/28:31/49:52). – Für die Herren des ATS gab es in den letzten Wochen in der Bayernliga nicht viel zu holen. Die letzten vier Partien gingen allesamt verloren. Allerdings war der ATS auch auf die aktuell vier besten Teams der Liga getroffen. Am Samstag ging es dann in der heimischen CVG-Halle gegen den SV Oberdürrbach. Die Würzburger hatten bis dahin – bei zwei Partien weniger – bereits einen Sieg mehr als die Kulmbacher erspielt.

Coach Christoph Jungbauer stellte sein Team auf eine enge Partie ein. Personell musste er neben den beiden Langzeitverletzten Stefan Passing und Felix Pietsch auch noch auf Routinier Achim Eckhardt verzichten. Oberdürrbach spielte wie so oft mit einer kleine Rotation und war mit acht Mann angereist.

Im ersten Viertel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Während die Kulmbacher am Brett punkteten, kamen die Würzburger vor allem von draußen zum Zug. Beim Stand von 9:15 für die Gäste, hatten diese bereits dreimal von jenseits der Dreierlinie getroffen. Der ATS kämpfte sich bis zur ersten Pause auf 17:17 zurück.

Zum Start des zweiten Viertels setzten sich die Bierstädter das erste Mal etwas ab. Ein Dreier durch Marcus Mallanik brachte zwischenzeitlich eine Sieben-Punkte-Führung. Dann drehten die Gäste wieder auf. Flügelspieler Sebastian Lieber, mit 26 Punkten und fünf Dreiern Top-Scorer der Partie, brachte die Gäste mit einem Drei-Punkt-Wurf wieder in Front. Zur Halbzeitpause lag der ATS schließlich mit drei Punkten hinten.

Im dritten Viertel waren es dann zuerst der SVO, der seinen Vorsprung leicht ausbaute, ehe der ATS beim Stand von 34:40 einen Lauf startete. Fünf seiner 19 Punkte erzielte hierbei Niklas Jungbauer. Zwei Dreier in Folge durch Sebastian Lieber stellte dann den Drei-Punkte-Rückstand wieder her. Mit diesem ging es dann auch in die letzte Pause. Stand 49:52.

Während es in den letzten Partien bei den Kulmbachern im vierten Viertel nicht so richtig lief, kam diesmal alles anders. Der ATS begann stark und punktete vielseitig. Ein Dreier durch Tim Koths brachte die Führung nach zwei Minuten im letzten Abschnitt. Kontinuierlich baute Kulmbach den Vorsprung aus – auch weil das Heimteam keinen Dreier der Gäste mehr zuließ. Da war es auch nicht weiter schlimm, dass die Kulmbacher in den letzten Minuten noch einige unnötige Ballverluste hatten. Die Würzburgen nutzten diese Chancen nicht. Mit der Schlusssirene traf Ramon Arlt mit einem Dreier zum 70:60-Endstand.

„Ich bin froh bin, dass wir diesmal die Ernte unserer Arbeit auch einfahren konnten“, sagte ATS-Trainer Christoph Jungbauer. „Die letzten Male hatten wir uns am Ende oft unter Wert verkauft und die Spiele dann auch verdient verloren. Heute war dies anders und ein guter Schritt in die richtige Richtung.“

Der ATS befindet sich bei drei Siegen und fünf Niederlagen nun auf dem achten Tabellenplatz der Bayernliga Nord. Am nächsten Sonntag geht es nach Aschaffenburg zur zweiten Mannschaft der Baskets. Die befinden sich, mit bisher nur einem Sieg, auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Kulmbacher sind guter Hoffnung, dass sie von Ihrem längsten Auswärtstrip einen Sieg mit nach Hause bringen können.

ATS Kulmbach: Jungbauer (19 Punkte), Koths (15/3 Dreier), Mallanik (13/1), Mitchell (10), Arlt (9/1), Brown (2), A. Schwabenland (2), P. Schwabenland, Hansl.

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