Bauarbeiten bei Münchberg Neue Zufahrt, neue Chance

Vorne entstehen die neuen Auffahrten in Richtung Berlin mit den geplanten Ampeln, hinten im Bild sieht man die Zufahrt zum neuen Pendlerparkplatz. Hier könnte man eine weitere Ausfahrt mit leichten Mitteln anschließen. Foto: /Patrick Findeiß

Die Entscheidung über die ersehnte Entlastung im viel befahrenen Gewerbegebiet steht noch aus und hat mit den aktuellen Baustellen nichts zu tun. Trotzdem begünstigen sie die Pläne.

Münchberg - Die Bauarbeiten an der Anschlussstelle zur A 9 gehen zügig voran. Noch kann durchfahren, wer von Helmbrechts nach Münchberg will. Nur zurück gilt eine Umleitung. Für 4. Oktober ist die Vollsperrung geplant. Bereits gut erkennbar auf der Baustelle ist eine neue Zufahrt hinter dem Autohof gegenüber der Auffahrt Richtung Berlin. Sie wird zum neuen Pendlerparkplatz führen.

Und vielleicht bringt sie Münchberg auch eine Verkehrsentlastung im Gewerbegebiet Nord. Angedacht ist eine zweite Ausfahrt hinter dem Autohof. So müssten Lastwagenfahrer nur noch die bestehende Ampelkreuzung August-Horch-Straße passieren, um in das Gebiet zu gelangen. Hinaus ginge es dann über die neue Ausfahrt. Ob es so kommt, entscheidet das Fernstraßenbundesamt. Die Euro-Rastpark GmbH, die den Lkw-Parkplatz am Autohof betreibt, hat eine Bauvoranfrage gestellt und möchte eine Zufahrt für Lkw an die Kreuzung anschließen.

Mit einfachen Mitteln

Wie Norbert Grüner vom Staatlichen Bauamt sagt, handelt es sich um zwei getrennte Projekte. Gerade entstehen die Abbiegespuren für die Autobahnausfahrten mit Ampeln, Entwässerungen und der neue Pendlerparkplatz mit seiner Zufahrt. Damit bekommt der Bereich zugleich einen vierarmigen Knotenpunkt, der die Entlastung im Gewerbegebiet bringen könnte. „Mit einfachen Mitteln könnte man hier die neue Verbindung anschließen“, erklärt Grüner. Das müsse nicht im Zuge der laufenden Bauarbeiten erfolgen, sondern wäre auch nachträglich möglich.

Wünschen würde sich das nicht nur die Euro-Rastpark GmbH, sondern auch Bürgermeister Christian Zuber. Er plädiert schon lange für eine Entlastung der Kreuzung, deren Belag in der Vergangenheit unter der Last der vielen Lastwagen starke Spurrillen aufwies.

Zuber spricht von konstruktiven Gesprächen mit dem Bauamt und dem Betreiber des Autohofs. Das Ziel aller sei es, eine zweite Ausfahrt aus dem Autohof-Gelände hinzubekommen. „Das würde die bestehende Kreuzung deutlich entlasten, was ein Vorteil für alle Beteiligten wäre.“ Er ruft die Bürger auf, auch während der Baustellenzeit die Geschäfte im Gewerbegebiet anzufahren.

Vollsperrung

Denn ab 4. Oktober kommt zur Vollsperrung der Anschlussstelle Münchberg-Nord noch die Komplettsperrung der Staatsstraße zwischen Münchberg und Helmbrechts hinzu. Bis 22. Oktober wird sie dauern. Da man gut im Zeitplan liege, sei das gesteckte Ziel gut zu erreichen, erklärt Grüner: Die Abfahrten mit Ampeln werden heuer noch fertig.

Die Arbeiten am Pendlerparkplatz und den Entwässerungsanlagen dauern hingegen noch bis April nächsten Jahres an. Verzögerungen wegen Lieferengpässen beim Material gibt es laut Grüner bislang nicht.

Die Ampelanlage entsteht, weil sich im Bereich der Auffahrten Unfälle gehäuft haben. Von 2012 bis 2014 krachte es dort 26 Mal. Deshalb beschloss man vor sechs Jahren, dass in diesem Bereich Ampeln den Schwerpunkt entschärfen sollen. Sie werden mit der bestehenden Anlage im Gewerbegebiet Nord verknüpft und kommunizieren miteinander.

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