Bauausschuss Oberkotzau Abbiegespur zum Norma-Markt

Die Zufahrt zum geplanten Fachmarktzentrum in der Hofer Straße wird um 30 Meter verlegt. Das wirkt sich auf die Bushaltestelle aus.

Am künftigen Fachmarktzentrum in der Hofer Straße ist nun eine Linksabbiegespur geplant. Foto: /Ralph W. Meyer

Oberkotzau - Zur Verkehrserschließung des geplanten Fachmarktzentrums mit Norma-Markt an der Hofer Straße liegt nun auf Anregung des Staatlichen Bauamts ein Gutachten vor. Wie Bürgermeister Breuer im Bauausschuss berichtete, empfiehlt es an der Zufahrt aus Richtung Hof eine 20 Meter lange Linksabbiegespur. Damit müsste die eigentliche Zufahrt um 30 Meter nach Süden verlegt werden – was wiederum Auswirkungen auf die dortige Bushaltestelle hätte: Die Haltebucht müsste auf gehoben werden, die Busse würden auf der Straße stoppen. Für die aussteigenden Fahrgäste gäbe es auf der Straße eine Querungshilfe, wodurch der stehende Bus nicht überholt werden könnte.

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Er persönlich habe diesen Vorschlag als „schwierig“ erachtet, sagte Breuer, aber alle beteiligten Fachbehörden hätten versichert, diese Lösung sei „Stand der Dinge“. Erich Pöhlmann (CSU) berichtete, dass er sich eine ähnliche Bushaltestelle in Kleindöbra angesehen habe. Nichts spreche gegen so eine Anlage; die Autofahrer müssten eben warten. Ähnlich äußerte sich Frank Bürger (SPD), der in der „Fahrradstadt“ Münster zahlreiche Haltestellen dieser Art gesehen hat. „Es gibt keine Probleme, auch nicht für Fahrradfahrer. Die Autofahrer müssen sich halt etwas zurücknehmen.“ Thomas Groh (CSU) wies darauf hin, dass lange Fahrzeuge wie Sattelzüge auf der nur 20 Meter langen Abbiegespur Probleme bekommen könnten; Verkehrsstaus seien programmiert. Bastian Schatz (UWO) fragte, warum am Netto-Markt nicht ebenfalls eine Linksabbiegespur gebaut worden ist. Dort sei das Verkehrsaufkommen genauso hoch. Der Bürgermeister erwiderte, dazu habe das Staatliche Bauamt damals keine Veranlassung gesehen. Außerdem sei zweifelhaft, ob dort genug Platz für eine Abbiegespur wäre. Der Ausschuss stimmte schließlich der vorgeschlagenen Lösung am neuen Fachmarktzentrum zu. Kostenträger ist der Freistaat.